"Ein Jahr des Umbruchs"

Die Ehrung verdienter Frauen und Männer stand bei der Feier anlässlich des Kolpinggedenktages im Mittelpunkt. Zwei Mitglieder sind schon seit 60 Jahren bei der Kolpingfamilie.

"Sie sind dieser Kitt hier in Auerbach", sagte Herbert Appl, der sich damit auf die Aussage des Vorsitzenden des Kolpingwerkes Münster, Diözesanverbandsvorsitzenden Harold Ries über das ehrenamtliche Engagement bezog. "Uneigennützig, unentgeltlich und unkompliziert mitwirken und seine Talente und Kenntnisse zum Wohle Anderer in allen gesellschaftlichen Tätigkeitsfeldern einbringen, das ist der Kitt, der unsere Zivilgesellschaft zusammen hält und jeden Tag noch ein Stück solidarischer und lebenswerter macht".

Gebäude modernisiert

Nach dem Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes mit Präses Dekan Dominik Sobolewski fanden sich die Kolpingmitglieder zur weltlichen Feier im Kolpingsaal zusammen. Herbert Appl, einer der drei Führungsspitzen, blickte auf das Ereignis des 200. Geburtstags von Adolf Kolping am 8. Dezember letzten Jahres zurück. Er bezeichnete das Jahr als ein Jahr des Umbruchs in der Auerbacher Kolpingfamilie.

Nach 27 Jahren Hausmeistertätigkeit trat das Ehepaar Wache den Ruhestand an, mit Familie Rusu habe man Nachfolger gefunden. Sie führen auch die Kegelbahn weiter. Vor dem Einzug wurde im Gebäude einiges modernisiert.

"Ein Jahr des Umbruchs ist aber auch durch die Erkrankung des weiteren Vorsitzenden Franz Plachetta", sagte Appl. Er erwähnte die Fahrt nach Fulda mit Besuch des Musicals "Kolpings Traum" und dem Abstecher nach Erfurt mit Teilnahme am Gottesdienst im Dom und anschließender Besichtigung und Stadtführung durch den dortigen Vorsitzenden der Kolpingfamilie. In seinem Blick auf das kommende Jahr verwies Appl auf den großen Kolpingtag vom 18. bis 20. September in der Arena in Köln unter dem Motto "Mut tut gut". Erwartet werden dazu um die 15 000 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands. 2015 steht auch der 150. Todestag von Adolf Kolping an, er verstarb am 4. Dezember 1865 in Köln.

Hilfe für die Asylbewerber

Auch in den sozialen Bereich bringt sich die Kolpingfamilie heuer wieder ein. So kann sich der Archeladen über 500 Euro freuen, darüber hinaus werden alle Asylbewerber im Gemeindebereich mit jeweils 20 Euro bedacht. In der Wellucker Straße leben derzeit acht Personen mit Kleinkind, eine weitere Familie mit einem Kleinkind sowie zwei Einzelpersonen. In Michelfeld können 17 Personen diese Zuwendung in Anspruch nehmen. Laut Appl werden ab 1. Februar 2015 noch weitere Asylbewerber erwartet. Unterkünfte stehen in der Bernreuther Straße bereit.
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