Ein Konkurrent weniger

Die Auerbacher Tobias Wannenmacher, Ralph Weiß und Kenny Schramm (von links) kümmern sich intensiv im den Kirchzeller Lucas Bauer (am Ball). Bild: Ziegler

Im letzten Heimspiel des Jahres besiegen die Handballer des SV 08 Auerbach den TV Kirchzell klar und lassen einen direkten Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt hinter sich. Trainer Tobias Wannenmacher ist zufrieden - warnt aber vor den kommenden Wochen.

Durch den 27:18 (14:7)-Sieg kletterte der SV 08 Auerbach mit nun 13:15 Punkten auf Rang acht der 3. Handball-Liga Ost, während die Unterfranken auf den ersten Abstiegsplatz abrutschten. Die Auerbacher gingen mit deutlich mehr Engagement ins Spiel, als noch vor einer Woche. "Wir habe unsere Fehler vom vergangenen Samstag analysiert und haben unter der Woche intensiv daran gearbeitet", erklärte Spielertrainer Tobias Wannenmacher. "Heute war von Anfang an mehr Intensität in unserem Spiel."

Zunächst prägten viele Fehler und vergebene Chancen das Spiel. Einzig Philipp Schöttner und Lars Goebel im Tor zeigten sich von ihrer stärksten Seite und brachten damit den blau-weißen Karren allmählich immer besser in Schwung. Beim 3:4 in der 11. Minute lagen die Gäste letztmals in Führung, und als Maximilian Lux sechs Minuten später zum 7:4 traf, wendete sich das Blatt endgültig.

Ein gebrauchter Tag

Kirchzell, das mit nur neun Feldspielern anreiste, wirkte fast ein wenig verunsichert, schaffte es selten, im Vorwärtsgang entscheidenden Druck aufzubauen und ließ in der Defensive immer wieder große Lücken und damit Tore der Gastgeber zu. Trainer Gottfried Kunz versuchte sein Team mit allen Mitteln zu aktivieren, wechselte in der 12. Minute den Torhüter, tauschte ihn jedoch in der 25. Minute wieder zurück. Doch beide Torleute schienen einen ähnlich gebrauchten Tag zu haben, wie das gesamte Team und "brachten vor allem in der ersten Hälfte kaum eine Hand an den Ball" (Kunz). Ganz anders die Blau-Weißen, die bis zur Pause auf 14:7 davonzogen.

Immer das richtige Mittel

In der zweiten Hälfte ließ sich Auerbach nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Wie auch immer die Gäste ihre Abwehrformationen variierten, sie taten dies meist nur kurzzeitig, da die Blau-Weißen ein Mittel dagegen wussten. Offenbar hatte man sich im Lager der Gäste intensiv auf Andreas Wolf vorbereitet, denn sobald er auf dem Feld erschien, wurde sofort versucht, ihn durch Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen. Folgerichtig blieb er längere Zeit auf der Bank, auch weil seine Kollegen die Verantwortung übernahmen und das Spiel sicher zu Ende brachten. In den letzten Minuten bekam das Auerbacher Publikum noch ein paar Schmankerln geboten, unter anderem ein Kempa-Tor drei Sekunden vor Schluss von Kenny Schramm. "Wir sind nicht so vermessen, hier einen Sieg zu erwarten, hatten uns aber doch etwas mehr erhofft", sagte ein sichtlich enttäuschter Gästetrainer Gottfried Kunz. "Ich bin froh, dass das Ergebnis nicht noch höher ausgefallen ist." Für Tobias Wannenmacher war die Höhe des Sieges vollkommen nebensächlich: "Wir haben einen wichtigen Sieg und zwei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten errungen, da ist mir nicht wichtig, wie hoch wir gewonnen haben."

Schwere Auswärtsaufgaben

Gleichzeitig ging sein Blick schon wieder nach vorne. "Aktuell sind wir mit 13 Punkten zwar ganz gut im Rennen, in den nächsten Wochen stehen aber nur Auswärtsspiele an, fast alle gegen Teams aus der oberen Hälfte der Tabelle."
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