Ein Kraftwerk mit Segen

Ruhestandspfarrer Hans Trimpl segnete das neue Windrad bei Trichenricht. Bild: nib

Protest gab es nicht. Dafür Weißwürste und Kuchen. Die neue Windkraftanlage bei Trichenricht erhielt bei der Einweihungsfeier ihren kirchlichen Segen.

"Nur der Zusammenhalt aller Betroffenen ermöglichte dieses Bauvorhaben", sagte Ludwig Wiesner, führender Vertreter der Baufirmen Bögl/Wiesner und GE nach dem Feldgottesdienst anlässlich der Einweihung der Windkraftanlage bei Trichenricht.

Es gab keinerlei Proteste. Die Bevölkerung zeigte ihre Akzeptanz durch Anwesenheit. Im Mittelpunkt des Festes stand ein Gottesdienst im Zelt mit Segnung des Windrads. Dies nahm Ruhestandspfarrer Hans Trimpl aus Perasdorf vor. In seiner umweltpolitisch geprägten Predigt sprach der Geistliche von der Wichtigkeit solcher Bauwerke, wenn die völlige Umstellung auf erneuerbare Energien in Deutschland bis 2050 gelingen solle.

Nur saubere Energie verhindere den Klimawandel, der auch zentrales Thema des UN-Sondergipfels in New York sei, so der Pfarrer. Er persönlich halte die Gewinnung von Energie aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse naturschonend und daher von Gott gewollt. Die Veränderung des Landschaftsbilds durch Windkraftanlagen sei eine Streitfrage und der Lärmpegel könne authentisch überprüft werden. Der des Windrads sei kaum wahrnehmbar - im Gegensatz zum laufenden Notstromaggregat, resümierte Bürgermeister Sepp Reindl.

Perfekt organisiert wurde die Einweihungsfeier unter der Regie von CWU-Stadtrat Josef Werner durch die Kemnather Vereine: Siedlerbund, Feuerwehr und Kriegerverein. Sie versorgten die Gäste mit Weißwürsten, Grillspezialitäten und Kaffee mit Kuchen. Die musikalische Gestaltung übernahm das Buchbergecho, anschließend spielten die Musiker zur Unterhaltung der Gäste. Für technisch Interessierte gab es Informationen von Experten direkt am Windrad.
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