Ein Lob auf die Mutter Gottes

Viele Musiker trugen ihren Teil zum Marienlob bei, unter anderem die Bläsergruppe der Stadtkapelle. Bild: rn

Stehenden Applaus ernteten am Sonntag in der Maria-Hilfe-Bergkirche 13 Musikanten und Sänger. Sie hatten ein "Marienlob" genossen, das der bisher nur als Coupletsänger bekannte Josef Kämpf initiiert hatte.

Die Veranstaltung war dazu angetan, die Besinnung auf Heimat und Bräuche sowie deren christliche Wurzeln zu fördern. Seit einigen Monaten erstrahlt die ehemalige Wallfahrtskirche in neuem Glanz.

"Wertvolle Stunde"

An diesem Abend strahlten Kulturbeauftragter Willi Trummer als Veranstalter und Sepp Kämpf ob der großen Resonanz um die Wette. Die Eschenbacher und viele Interessenten des Umlands füllten die Kirche - einschließlich der Stehplätze - und erwarteten die Mitwirkenden im Altarraum. Die Fläche vor Hauptaltar und zwischen den Seitenaltären bot sich zu Füßen des Maria-Hilf-Bildes geradezu als Bühne an.

Mit dem "Ave-Maria-Glöcklein" stimmte die Bläsergruppe der Stadtkapelle auf eine Programmfolge ein, die Ruhestandspfarrer Helmut Süß nach gut 70 Minuten zusammenfassend als "wertvolle Stunde" bezeichnete. Im Marienlob sah er die Lobpreisung einer Frau, "die wir als Mutter Jesu kennen". Für ihn bedeutete der Lob Mariens stets auch einen Weg zu Jesus hin. Der Unterschied von geistlicher und profaner Volksmusik bestand für ihn in der Sprache: Hochdeutsch und "wie der Schnabel gewachsen" ist. Er wünschte eine geistige Stunde mit dazugehörigen Texten.

Der Josefshofer Hausgesang nahm den Rosenkranzmonat Oktober zum Anlass, den "güldenen Rosenkranz" zu besingen. In ihren weiteren Auftritten priesen sie Maria als "Zier der ganzen Welt" und erbaten sich von der glänzenden Lilie, der Rose ohne Dornen, der Pforte der Seeligkeit und der mächtigsten Schützerin ein barmherziges Auge. Sie interpretierten Passagen aus "Gegrüßt seiest du Maria". Ihr Anliegen war der Segen der Liebsten und "Meine Heimat und mein Volk, beschützte sie auch immerfort".

Die Bläsergruppe stimmte von der Empore aus jeden der fünf Programmblöcke an. Ausgewählt hatte sie "Ave Maria zart", "Sagt an, wer ist doch diese", "Alle Tage sing" und "Lasst uns erfreuen herzlich". Stimmungsvoll waren die Beiträge der Stubnmusi Friedenfels. Mit ihrem "Marienstückl" und einem "Staaden Landler" ließen sie stets Gedanken der Josefshofer nachwirken.

Viele Spenden

Heimelige Weisen wie "In der Pfarrgass", "Vom Fasanenweg" und dem "Seeauer Landler" erwiesen sich als verbindende Melodien zu den Gesängen von Sepp Kämpf. Er sang von einem "Frohen Herzen" und einer Blume, der er bescheinigte: "Der Erde finstre Gruft, erblüht bei deinem Himmelsgruß." Beim Knien vor einem Marienbild werde "das Herz von Freude und Jubel erfüllt". Einer Hommage auf das Marienbild über dem Altar kam das bekannte Kirchenlied "Es blühen drei Rosen" gleich. Mit "Wie groß bist du" besang er die Werke Gottes und Mariens.

Regina Lober war es vorbehalten, mit besinnlichen Texten die Bedeutung und Stellung Mariens in der christlichen Welt als "Magd des Herren" und "Mutter Gottes" darzustellen. Aufgenommen in Gottes Seeligkeit wirke sie dort als Königin des Friedens und sei zur Schutzpatronin Bayerns erhoben worden. "Wir sind zur Ruhe gekommen und haben bei besinnlichen Weisen nicht nur die Füße ausgestreckt." Davon zeigte sich Helmut Süß überzeugt. Ein herzliches "Vergelt's Gott" sagte er Besuchern und Mitwirkenden.

Den Texten bescheinigte der Geistliche, dass durch sie die Veranstaltung als Ganzes gewonnen hat. Begleitet von der Bläsergruppe sangen die Besucher als Abschlusslied "Segne du Maria". Gut gefüllt wurde das Spendenkörbchen für die Kirche, mit dem Trummer die Freunde Mariens und der Volksmusik verabschiedete.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.