Ein Markt, der nicht zu toppen ist

Ob plüschige Schlittschuhengel, Adventskränze für unterwegs, trendiger Schmuck oder Holzarbeiten - die von den Hobbykünstlern gebotene Vielfalt war enorm. Bild: Völkl

"An den Pfreimder Hobbykünstlermarkt kommt kein anderer ran", sagt einer, der es wissen muss. "Ich freu' mich jedes Jahr darauf", lacht Alfred Drexler zwischen gedrechselten Holzschalen - Nomen est Omen - hervor. Er ist einer der 65 Aussteller, die 6000 Besucher in die Landgraf-Ulrich-Halle zogen.

Pfreimd. (cv) Bei freiem Eintritt lockte der Markt natürlich umso mehr. Da machte gestern das Eintauchen in so viel Selbstgemachtes einfach Spaß. Genähtes, Gestrickes und Gefilztes, Keramik und trendige Metallarbeiten, herzige Täschchen und Anhänger von "Charlotte Fingerhut", gehäckelte Perlenketten oder individuell gefertigte Ringe aus Aludraht waren im Sortiment. Schon weihnachtlich die Krippen und plüschigen Schlittschuhengel oder "Adventskränze für unterwegs" - mit Kerze, Untersetzer und Rentier.

Deko und Geschenkideen

Wer angesichts der sommerlichen Temperaturen noch nicht auf Winter eingestellt war, fand jede Menge tolle Deko- und Geschenkideen: aus Karton gearbeitete Tortenstücke, die mit Geldscheinen gefüllt werden können, Insektenhotels, Taschen aus Holz, Patchworkkissen, Spruchtafeln, Seifen als Pralinen verpackt, karierte Stoffkatzen als Türstopper oder - für den Gaumen - Ingwer-Zitronenaufstrich.

"Die Besucher kamen schon vor der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr", erzählte Maria Ostler-Scharl. Sie und die "Frauen aktiv und sozial" haben die Mammut-Veranstaltung wieder routiniert gestemmt. Etliche Helferinnen griffen ihnen noch spontan unter die Arme. Es gab auch jede Menge zu tun: 65 Aussteller bewarben sich zum Teil schon im Januar, um einen Platz zu ergattern. Sie kamen aus der ganzen Region, ebenso die Besucher, wie schon allein ein Blick auf die Autokennzeichen zeigte. Viele Gäste ließen sich gerne mit Kürbis- und Kartoffelsuppe oder leckeren Kuchen - 100 waren gespendet worden - bewirten. Genauso gut im Geschäft waren die Aussteller. "In Pfreimd gibt es nicht nur Sehleute, sondern auch Kaufleute", schmunzelte Alfred Drexler.

Gut fürs Image der Stadt

Maria Ostler-Scharl war zufrieden. Ein Kompliment auch von Bürgermeister Richard Tischler: Der Markt "ist Imagewerbung für die Stadt" und unterstütze soziale Projekte. Es kommen meist einige tausend Euro an Reinerlös aus Speisenverkauf und Tombola zusammen. Unterstützt werden heuer die Sozialpädagogische Tagesstätte der Arbeiterwohlfahrt und das Seniorenheim St.Johannis-Stift. Wenn etwas übrig bleibt, findet man dafür innerhalb eines halben Jahres auch Verwendung. "Es wird nichts gebunkert", lachte die Marktorganisatorin. Wer aus der Halle schlenderte, kam an Josefa Janetschek vorbei. Die mit 84 Jahren älteste Ausstellerin präsentierte ihre Eulen aus Beton, garniert mit einem Spruch: "Mit Eulen im Haus gehen Geld und Glück nicht aus".
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