Ein Mittelpunkt der Bergstadt

Ein gut gebuchter Saal ist was Feines. Die Kolpingfamilie besitzt einen und freut sich erneut über steigende Tendenz bei der Auslastung des Hauses.

"Es ist wichtig, auch nach außen hin zu vermitteln, dass wir für die Bevölkerung da sind", sagte bei der Hauptversammlung Herbert Appl, der zusammen mit Helga Gnan an verantwortlicher Stelle den Verein führt. Der deutliche Anstieg bei der Saalvermietung im Kolpinghaus bedeutet Zukunftssicherung.

Finanzen stimmen

Wenn das auf diesem Niveau bleibt, muss die Kolpingfamilie hinsichtlich der finanziellen Entwicklung keine Probleme befürchten, so sieht es auch Vermögensverwalter Norbert Grüner. Er berichtete detailliert sowohl über den ideellen Bereich (Vereinstätigkeit) als auch über die Vermögensverwaltung (unter anderem Mieterträge), den Zweckbetrieb (Altkleidersammlung) und den wirtschaftlichen Geschäftsbereich (Saal, Kegelbahn). Durch die Wirtschaftlichkeit konnte er unter dem Strich ein Plus vermelden, trotz der Investitionen für Sanierungsarbeiten in Höhe von 16 000 Euro, die durch Rücklagen abgedeckt wurden. Für die Vereinskasse musste Josef Gumann ein Minus vermelden. Eine Erhöhung des Beitrags stehe nicht zur Debatte, war seine Botschaft.

Den Rückblick von Helga Gnan trug Herbert Appl vor. Allein die Faschingsgesellschaft brachte es auf 120 Übungstage mit den Garden, wobei Appl durch die Überlassung der Räume einen indirekten Beitrag der Kolpingfamilie für eine gute Jugendarbeit sah, "wie sie hier in der FG geleistet wird".

Als neuen Dauergast beherbergt das Kolpinghaus nun auch noch den MGV 1884. Die Aufgabe, dieses Haus zu führen, so machte Helga Gnan klar, sei nur mit Hilfe von entsprechendem Personal aus den Reihen der Mitglieder zu schultern, vorneweg Georg Kugler und Georg Suttner. Dank gelte aber auch all denen, die bei Bedarf schnell einspringen. Als ein Jahr des Umbruchs bezeichnete Herbert Appl das Jahr 2014 für die Kolpingfamilie mit zwei besonderen Ereignissen. Mit dem neuen Pächterehepaar habe man die Weichen für die Zukunft gestellt. Eine bedrückende Situation brachte die plötzliche Erkrankung von Franz Plachetta, dem weiteren Mitglied des Leitungsteams, "einer der immer da war". In sein Ressort fiel vor allem das Mitgliederwesen einschließlich Vereinskasse, die inzwischen von Josef Gumann geführt wird.

Viel Anklang fand die Zwei-Tages-Fahrt nach Fulda und Erfurt mit Besuch des Musicals "Kolpings Traum". Für Sonntag ist ein Ausflug nach Speinshart geplant mit Teilnahme am Gottesdienst und Besichtigung der Klosteranlage. Abfahrt ist um 8.45 Uhr am Place de Laneuveville.

Viele Spenden überreicht

Tief in den Spendentopf gegriffen hat die Kolpingfamilie auch im letzten Jahr wieder. Neben der Übernahme der Kosten in Höhe von rund 2500 Euro für die Restaurierung der Zunftstangen in der Pfarrkirche wurde an Weihnachten jeder Asylbewerber aus dem gesamten Stadtgebiet mit jeweils 20 Euro beschenkt. "Die Dankbarkeit und Herzlichkeit die entgegen kam, war anrührend."

Über 1000 Euro freute sich der Arche-Laden. Auf den Weg gebracht werden in diesen Tagen 500 Euro für Pater Körber aus Pottenstein, der in Somalia wirkt. Von den Aktivitäten der Frauengruppe berichtete Annemarie Hartmann. Für sie war es gleichzeitig ein Dank an alle, die sich in irgendeiner Art in die Kolpingfamilie einbringen. Als selbstverständlich zu verstehen sei die Teilnahme am kirchlichen Leben. "Aber alters- und krankheitsbedingt werden es immer weniger", beklagte Hartmann. Umso größer war die Überraschung über den Erlös von 591 Euro aus dem Verkauf der Palmsträußchen am Palmsonntag.

Für soziale Zwecke

Anerkennend hob sie den Einsatz der Männer heraus. Wie immer werden die Erlöse, insgesamt rund 2000 Euro, karitativen und sozialen Zwecken zugeführt. Außerdem verwies Hartmann auf die gemeinsame Aktion des Kolpingwerkes Deutschland und des Internationalen Kolpingwerkes, der Sammlung alter Handys für einen guten Zweck.

"Es lohnt sich, sammelt weiter", warb Hartmann für die Briefmarkenaktion des Kolpingwerkes. In den letzten Jahren konnten mit 17 000 Euro Ausbildungsplätze in den Entwicklungsländern finanziert werden. Die besten Genesungswünsche waren an Fritz Gnan und Franz Plachetta gerichtet. Die Maiandacht der Kolpingfamilie findet am Donnerstag, 21. Mai, statt. Grüße zur Hauptversammlung ließ der verhinderte Präses Dominik Sobolewski übermitteln.
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