Ein multifunktionales Gebäude: Segen des Generalvikars für den neuen Pfarrhof - Gelegenheit zur ...
Auf Bedürfnisse der Pfarrei zugeschnitten

Im Beisein der Ehrengäste erteilte Generalvikar Michael Fuchs dem Gebäude den kirchlichen Segen. Bilder: ral (3)
Schwarzenfeld. (ral) In Rekordzeit von knapp einem Jahr wurde der neue Pfarrhof gebaut. Entstanden ist ein multifunktionales Gebäude für die Pfarrgemeinde, das den heutigen Bedürfnisse angepasst ist. Er ist bereits bezogen. Generalvikar Michael Fuchs spendete am Sonntag den kirchlichen Segen.

Nach dem plötzlichen Tod von Pfarrer Jakob Dötsch wurde mit der Planung begonnen. Zunächst zog das Pfarrbüro in das leerstehende Benefiziaten-Haus um. Die Planungen ruhten dann während der einjährigen Tätigkeit von Pfarrer Johannes Hofmann. Erst mit Pfarrer Heinrich Rosner wurde das Projekt wieder in Angriff genommen. Das Baureferat der Diözese Regensburg schlug vor, das Benefiziaten-Haus abzureißen und dort einen neuen funktionalen Bau mit Pfarrbüros und der Wohnung für den Pfarrer entstehen zu lassen. Maßgabe war der Verkauf des katholischen Jugendheimes. Diesem Vorschlag stimmte die Kirchenverwaltung zu. Die Planung übernahm das Architekturbüro Popp aus Schwandorf. Es gab viele Diskussionen um das neue Pfarrhaus. Die Bevölkerung wurde in jeweiligen Versammlungen umfangreich informiert und in Kenntnis gesetzt.

Wie ein Weinstock

Am Sonntag erteilte nun Generalvikar Michael Fuchs dem Haus den kirchlichen Segen. Gemeinsam mit Pfarrer Heinrich Rosner, Pfarrvikar Joseph Kokkoth sowie Pater Lucas Lenzen von Kloster Miesberg zog er in die Pfarrkirche ein. In seiner Predigt verglich der Generalvikar die Pfarrgemeinde mit einem Weinstock, der immer wieder durch Jesus neue Triebe bekommt. Die Pfarrangehörigen seien die Rebzweige, "die einen sind näher am Stamm, die anderen etwas weiter weg". Gemeinsam ergäben sie einen guten Wein. Wer gute Rebzweige haben möchte, müsse ein gutes Umfeld schaffen. Dazu gehöre auch das Pfarrhaus. Dort arbeitet die Pfarrsekretärin am Pfarrbrief. Der Pastoralassistent bereitet seinen Religionsunterricht vor, der Pfarrer sitzt über der Predigt der nächsten Messe. Die Pfarrangehörigen kommen in dieses Haus, um ihr Kind zur Taufe anzumelden, aber auch um Trost zu finden, wenn sie einen Angehörigen betrauern, oder wenn zwei für immer ihren Bund von Gott gesegnet wissen wollen.

Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor Schwarzenfeld unter der Leitung von Diözesanmusiker Michael Koch gestaltet. Nach dem Gottesdienst zogen die vier Priester, angeführt durch die Musikkapelle Schwarzenfeld, von der Pfarrkirche zum neuen Pfarrhof. Architekt Alfred Popp betonte, dass hier moderne Pfarrbüros und die Wohnung für den Pfarrer entstanden seien. Das Gebäude verfüge über eine Wärmepumpenheizung. Als Geschenk gab es zum Einzug einen Apfelbaum, der im Garten des neuen Pfarrhauses reiche Frucht bringen soll.

Bürgermeister Manfred Rodde hob das gute Verhältnis von katholischer Pfarrgemeinde und politischer Gemeinde hervor. Es werde auch weiterhin einen kurzen Weg zwischen Rathaus und Pfarrhaus geben.

Für die evangelische Kirchengemeinde gratulierte Pfarrerin Heidi Gentzwein. Nun befänden sich das katholische und das evangelische Pfarramt in unmittelbarer Nachbarschaft. Pfarrerin Gentzwein betonte, dass sich das ökumenische Klima in Schwarzenfeld sehr verbessert habe. Als Einzugsgeschenk gab es einen Engel. Anschließend segnete Generalvikar Michael Fuchs das Gebäude.

Rundgang durch das Haus

Am Nachmittag nutzte die Bevölkerung die Gelegenheit zu einem Rundgang. Entstanden ist kein Pracht- und Prunkbau, sondern ein Gebäude, das den Erfordernissen einer Pfarrgemeinde im 21. Jahrhundert entspricht.
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