Ein neuer Plan muss her

Wer im Außenbereich und außerhalb eines ausgewiesenen Baugebiets bauen will, muss mit Schwierigkeiten rechnen. Denn ein solches Vorhaben wirft rechtliche Probleme auf. Das zeigte sich einmal mehr bei der Bauvoranfrage eines Eschenbacher Ehepaares.

Stefan und Kathleen Lohner wollen östlich der Esperngasse auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ein Einfamilienhaus errichten.

Ihre Bauvoranfrage hatte die Stadt zunächst zur Beurteilung an das Kreisbauamt weitergeleitet. Dieses sah in dem Vorhaben eine "ungeordnete bauliche Entwicklung" außerhalb des Ortsrandes. Die Kreisbehörde sah im Bauvorhaben einen Widerspruch zu verschiedenen Belangen und sah gar eine Beeinträchtigung der Landschaft und warnte vor "ungeordneter baulichen Entwicklung".

Der "Schwarze Peter" lag nun beim Stadtrat. Dieser "könnte zustimmen", räumte Bürgermeister Peter Lehr ein. Marcus Gradl (CSU) plädierte dafür, sich nicht gegen das Bauvorhaben zu stellen und den Eheleuten Lohner eine faire Chance zu geben. Anderen seien in ähnlicher Situation Zugeständnisse gemacht worden.

Fritz Betzl (SPD) sah voraus, dass der Versuch, das Vorhaben "durchzudrücken", für die Familie "nur mit Ärger und Kosten verbunden" sein werde. Als fairsten Weg schlug er eine Änderung des Flächennutzungsplanes und die Ausweisung eines kleinen Baugebiets vor. Unter Hinweis auf die nördlich der Esperngasse vorspringende Fläche des Friedhofes sprach sich Franz Fuchs (SPD) ebenfalls dafür aus.

Zu den Befürwortern dieser Variante gesellte sich Klaus Lehl (CSU). Er erinnerte mit Blick auf die angesprochenen "Zugeständnisse in ähnlicher Situation" daran, dass "damals eine Zustimmung des Kreisbauamts" vorlag und daher ein Vergleich wenig hilfreich sei. Auch für den Bürgermeister war ein kleines Baugebiet vorstellbar. Der Stadtrat schloss sich seiner Ansicht an, dass der Bauvoranfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht zugestimmt werden könne.

Jeweils ein "Ja" gab es dagegen zu drei Bauanträgen: von Dr. Peter Heinz zur Erweiterung des Bootshauses am Rußweiher, von Hermann und Christa Kraus zur Errichtung eines Einfamilienhauses im Vorderen Meierfeld sowie von Tobias Drechsler und Judith Brüderer zum Bau eines Einfamilienhauses in Witzlhof.
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