Ein Ort feiert seinen Pfarrer

Er habe einen schönen Beruf gewählt: Das betonte Pfarrer Eduard Feichtmeier anlässlich seines 50. Priesterjubiläums. Dieses Ereignis feierte der ganze Ort mit ihm.

Ein bunter Kirchenzug mit den Fahnen der Vereine - angeführt von der Blaskapelle Gebenbach - war der Auftakt zu Feichtmeiers goldenem Priesterjubiläum. Den Einzug in die Pfarrkirche St. Ursula begleitete Monika Peter an der Orgel. Den Festgottesdienst - vom Jubilar selbst zelebriert - gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Ludwig Wendl mit. Konzelebranten waren die beiden Brüder des Jubilars (ebenfalls Ruhestandsgeistliche), Pfarrvikar Christian Preitschaft, Pfarrer Dr. Christian Schulz und Diakon Dieter Gerstacker.

Dienst am Menschen

In seiner Predigt betonte Feichtmeier, dieses Fest sei nicht nur für ihn, sondern für die ganze Pfarrei. Früher sei der Tag der Priesterweihe - dem Namenstag von Petrus - noch ein staatlicher Feiertag gewesen. Durch seine Priesterweihe 1965 durch Bischof Rudolf Graber habe er einen schönen Beruf gewählt, betonte Feichtmeier: Er dürfe da sein für die Menschen - von der Kindheit bis zu ihrem Tod, dafür danke er Gott.

Pfarrer Dr. Schulz betonte, zur Priesterweihe gehöre, sein Leben unter das Kreuz zu stellen. 1965 sei eine Hoch-Zeit der Kirche gewesen. Schwer sei es für einen Priester, über Jahrzehnte erleben zu müssen, wie alles zurückgehe. Mit einem Vergelt's Gott dankte Schulz Feichtmeier für 50 Jahre geistlichen Dienst und für seine Bereitschaft, auch zukünftig weiterzumachen. Nach dem Gottesdienst gratulierten auf dem Kirchplatz die Kindergartenkinder mit ihrer Leiterin Irmgard Dietrich mit Liedern und einem Geschenk.

Das Familiengottesdienstteam mit seinem Leiter Jochen Ringer übermittelte seine guten Wünsche ebenfalls singend, garniert mit einem Geschenk. Der Männergesangverein mit seinem Dirigenten Ludwig Wendl reihte sich mit weiteren Beiträgen ein. Mit dem Kanon "Wir wünschen Dir viel Segen" beglückwünschten MGV und Kirchenchor den Jubilar.

Die Betreuerin der Ministranten, Christine Gebhard, zitierte den Psalm 118,24: "Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Wir wollen jubeln und uns an ihm freuen." Mit einem Auszug aus dem Pfarrleben in Form eines Fotobuches wünschten die Minis Gesundheit und Kraft für ein langes Wirken in St. Ursula.

Viel hat sich verändert

Bürgermeister Bernhard Lindner erinnerte daran, was sich in Kirche und Gesellschaft verändert habe - von 1965 bis heute, in der globalisierten Welt. Die Lebensleistung des Jubilars könne man gar nicht hoch genug anrechnen. Manfred Wendl, der Verwaltungschef des Klinikums St. Marien Amberg, dankte für 23 Jahre Seelsorgertätigkeit: Feichtmeier habe viele Menschen begleitet und Angehörigen zur Seite gestanden. Für die Stadt Amberg gratulierte Bürgermeister Martin Preuß. Im Namen der Vereine der Pfarrei überbrachte Dr. Richard Lösch, der Kommandant der Feuerwehr Ursulapoppenricht, Glückwünsche und ein Geschenk.
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