Ein Rechen-Exempel

In die Schwarzenfelder Kläranlage werden laut Darstellung von Josef Meier jährlich rund 1,2 Millionen Kubikmeter an Abwässern eingeleitet, rund drei Viertel davon vom Milchhof. Die daraus insgesamt resultierenden Kosten liegen bei etwa 1,3 Millionen Euro. So errechnet sich der Kubikmeter-Preis von 1,09 Euro, den die Anschließer an Gebühr zu bezahlen haben.

Würde der Milchhof wegfallen, so ließen sich nicht proportional zu dessen Menge die Kosten reduzieren. Denn die gesamte Infrastruktur (Kanäle, Pumpwerke) müsse ja weiterhin finanziert werden. Meier geht davon aus, dass maximal 30 Prozent der Kosten wegfielen. Sie würden also immer noch um die 900 000 Euro betragen und müssten auf die Bürger verteilt werden, die im Jahr zusammen rund 300 000 Kubikmeter Abwasser produzieren. Somit sei es realistisch, von einem Gebührensatz auszugehen, der sich dann um die 3,00 Euro pro Kubikmeter bewegt. Unter dem Strich würde das, so Meier, bedeuten: Die Schwarzenfelder müssen zusammen ungefähr 500 000 Euro im Jahr mehr für die Abwasserentsorgung aufbringen. Deshalb stelle sich die Frage: "Kann dazu ein Bürgermeister und ein Marktrat ja sagen?" (am)
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