Ein reicher Besitzer

Mit einem dendrochronologischen Gutachten, bei dem die Jahresringe von Bäumen anhand ihrer unterschiedlichen Breite einer bestimmten, bekannten Wachstumszeit zugeordnet werden, wurde erstmals umfassend die Baugeschichte des Fochtnerstadls dokumentiert. Man geht davon aus, dass der große Stadel von 1696 bis 1700 gebaut wurde, das verwendete Balkenholz stammt eindeutig aus einer Winterfällung von 1695/96. Für den kleineren Bau wurde eine Bauphase um 1760 (Winterfällung 1755/56) ermittelt. Als Bauherr komme eigentlich nur Johann Hector der Jüngere von Vischbach in Betracht.

Er war zu dieser Zeit Herr im Hammerschloss. Er betrieb - wie seine beiden Vorgänger - die Papiermühle. Sie allesamt waren wohlhabende Leute - man könnte auch Industrieherren sagen. Johann Adam von Sengelau gilt als Begründer und Erbauer der Papiermühle, war aber zeitgleich Besitzer des Hammerwerks. 1680 verkaufte Friedrich Siegmund Sengelau an Johann Hektor von Vischbach den Älteren, dessen Familie das Hammergut und die Hofmark Pilsheim mehr als 100 Jahre besaß. (bö)
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