Ein Remis als Warnung

Für die SpVgg Vohenstrauß und Thomas Schmidt geht es wie gegen Grafenwöhr wieder gegen Gelb-Schwarze: Diesmal gastiert der abstiegsgefährdete SV Kulmain im Vorhenstraußer Sportzentrum. Bild: A. Schwarzmeier

Die SpVgg Vohenstrauß geht als klarer Favorit gegen den Vorletzten SV Kulmain in die Partie. Trainer Rainer Summerer hebt aber mahnend den Finger und erinnert an eine peinliche Punkteteilung, die ihn immer noch wurmt.

(mw/ak) Zum vorletzten Heimspiel der Hinrunde trifft die SpVgg Vohenstrauß am Sonntag um 15 Uhr im Sportzentrum auf den SV Kulmain. Nach zwei Heimniederlagen zu Saisonbeginn verließ man in den letzten drei Partien als Sieger den Platz. Diese kleine Serie will man gegen den Tabellenvorletzten unbedingt ausbauen.

Zufrieden mit der kämpferischen Leistung war man im Vohenstraußer Lager mit dem verdienten, wenn auch glücklichen Punktgewinn in Wernberg. Die Tatsache, dass man in den letzten Spielen des Öfteren in den Schlussminuten Tore erzielen konnte, deutet auf eine gute körperliche und moralische Verfassung hin.

Eine ähnlich konzentrierte Vorstellung wird gegen die Gäste aus Kulmain notwendig sein. Auch wenn der Gegner aktuell mit nur fünf Punkten etwas abgeschlagen den vorletzten Tabellenplatz einnimmt, darf man diesen keinesfalls unterschätzen. Man trifft auf ein Team, das schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison mit dem Rücken zur Wand steht und um jeden Punkt erbittert kämpfen wird.

Warnung genug sollte zudem die Tatsache sein, dass man als bisher einziges Team nicht in der Lage war, das Schlusslicht aus Luhe-Wildenau zu besiegen. Daher ist eine konzentrierte Vorstellung gefordert, dann sollte der eingeplante Heimdreier auch gelingen. Ein großer Vorteil ist, dass Coach Rainer Summerer bis auf wenige Ausnahmen den gleichen Kader zur Verfügung hat und somit die Möglichkeit besteht, sich einzuspielen. Eventuell kehren Striegl und der längere Zeit verletzte Gmeiner zurück.

Eine weitere deutliche Pleite liegt nach dem 1:5 gegen Aufsteiger Schwarzenfeld hinter den arg gebeutelten Kulmainern. Die alten Untugenden Abschlussschwäche und unkonzentrierte Abwehrarbeit waren erneut nicht abzustellen. Gelungene Spielzüge und der alte Spielwitz sind nur in Ansätzen erkennbar. Das weiß die Mannschaft. Dennoch ist die Moral der Mannschaft intakt und der Wille, die nächste Aufgabe in Vohenstrauß mit einem Sieg zu lösen, da. "Wir wollen uns selbst aus unserer misslichen Lage befreien. Dies geht aber nur mit mehr Konzentration und Selbstbewusstsein", erklärt Spartenleiter Wolfgang Groß. Ein großes Manko ist derzeit die Trainingsarbeit. Mehrere Spieler stehen in Schichtarbeit, sind beruflich abwesend. Sie können während der Woche nur bedingt am Training teilnehmen.

Der Ernst der Lage ist neben Trainer Oliver Drechsler allen Spielern bekannt. Ziel ist es, in Vohenstrauß die längst erkannten Fehler abzustellen. In den letzten Jahren war dort nichts zu ernten. Doch mit dem Rücken zur Wand und als vermeintlicher Abstiegskandidat lässt es sich unbeschwert aufspielen. Der SV wird deshalb kontrolliert offensiv seine Chance suchen. Mit Felder, Pusiak und Reger stehen drei Spieler weiter verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Doreth kehrt zurück.
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