Ein richtiges Gedränge

Gegen den souveränen Spitzenreiter ASV Neumarkt hatte der SV Poppenreuth (rechts Lukas Hibler) am vergangenen Sonntag mit 3:5 das Nachsehen. Am Samstag tritt der Landesliga-Neuling beim Tabellenvierten SG Quelle Fürth an. Bild: Gebert

Verrückte Landesliga Nordost! Gastgeber SG Quelle Fürth (4./16 Punkte) und Relegationsplatzinhaber SV Poppenreuth (16./10) trennen gerade einmal sechs Zähler. Bei der engen Tabellenkonstellation käme dem Aufsteiger am Samstag ein Auswärtssieg gerade recht.

Poppenreuth. (kap) Einsam und souverän zieht der ASV Neumarkt (1./28) seine Kreise. Das Rennen um die Meisterschaft droht langweilig zu werden. Auch der TSV Neudrossenfeld (7./15) wird kaum in der Lage sein, dem noch ungeschlagenen Tabellenführer die erste Niederlage beizubringen. Alles andere als ein Sieg der Oberpfälzer käme einer Überraschung gleich. Spannend dagegen geht es im Kampf um den Relegationsplatz zu. Gleich fünf Mannschaften liegen punktgleich aussichtsreich im Rennen. Dazu gehört auch die SG Quelle Fürth. Schon ein Ausrutscher zieht Konsequenzen nach sich. Einen solchen wollen und können sich die Mittelfranken einfach nicht leisten. Aufsteiger SV Poppenreuth wird also auf einen hochmotivierten Gastgeber treffen.

Dieser blickt auf eine ordentliche Heimbilanz von drei Siegen sowie je ein Remis und Niederlage mit einem Torverhältnis von 8:1 zurück. Erst ein Gegentreffer auf heimischem Gelände unterstreicht deutlich die Stärken der Hausherren. Die Gäste dagegen trafen in ihren fünf Auswärtsbegegnungen lediglich sechs Mal, bejubelten erst einen Sieg und spielten einmal unentschieden. Auf den Neuling wartet demnach eine schier unlösbare Aufgabe. Aber jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden. Die Verlockung, mit einem Sieg bis auf drei Zähler aufzuschließen, ist natürlich groß. Bei einer Niederlage dagegen droht den Oberpfälzern gar ein direkter Abstiegsplatz. Ob der Gast nach drei sieglosen Begegnungen in die Erfolgsspur zurückkehrt, bleibt abzuwarten.

Am Drücker bleibt der FC Vorwärts Röslau (6./16). Natürlich will die Truppe von Trainer Rüdiger Fuhrmann das punktgleiche Verfolgerquintett ungern verlassen. Die Oberfranken gastieren beim Bayernliga-Absteiger FSV Erlangen-Bruck (13./10), der offensichtlich noch Probleme in der neuen Umgebung hat. Den Gästen wird kaum entgangen sein, dass Erlangen-Bruck auf eigenem Gelände noch ohne Sieg dasteht. Fuhrmann und sein Team sind gut beraten, den Gegner nicht daran zu messen. Denn irgendwann endet jede Serie einmal.
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