Ein Schlag ins Gesicht
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Tirschenreuth. "Das Angebot von Sigmar Gabriel ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich um den Schutz von Mensch und Natur sorgen," so der Tirschenreuther Landtagsabgeordnete Tobias Reiß zu den jüngsten Vorschlägen aus Berlin. "Das bedeutet im Ergebnis, dass die Süd-Ost-Gleichstrompassage durch die Oberpfalz auf dem Korridor des Ostbayernrings geführt werden soll."

Diese Lösung seu in keinster Weise durchdacht, wie die fehlenden Untersuchungen zur technischen Machbarkeit, zu Mastenhöhe, zur benötigten Korridorbreite, zu Umwelteinflüssen oder dem Verlauf einer solchen Monstertrasse zeigten, kritisiert Reiß. "Der Bundeswirtschaftsminister muss die berechtigten Anliegen der Bürger in der Nordoberpfalz ernst nehmen und anstatt dem Poker um mögliche Trassenverläufe endlich die mittlerweile mögliche Erdverkabelung mit Vorrang einsetzen."

Junge Union beunruhigt

Tirschenreuth. "Wachsamkeit ist geboten", zeigen sich der Bezirksvorsitzende der Jungen Union, Christian Doleschal, und der Tirschenreuther Kreisvorsitzende Matthias Grundler laut einer Pressemitteilung beunruhigt vom Vorschlag, die Gleichstromtrasse auf den Ostbayernring aufzusatteln. "Bestehende Trassen zu nutzen hört sich im ersten Moment vielleicht gut an, aber was das genau bedeutet, erklärt niemand."

Bezirksvorsitzender Doleschal fordert das Instrument der Erdverkabelung im Norden genauso intensiv einzusetzen, wie es die bayerische Wirtschaftsministerin Aigner im Süden Bayerns plant. "Was für Oberbayern gilt, muss auch für die Oberpfalz gelten."

Darüber hinaus sollten die Bemühungen um mehr Energieeffizienz verstärkt werden. "Jede Kilowattstunde, die wir mit effizienter Technik einsparen können, ist eine gute Kilowattstunde", so der Tenor. Kohle- und Windstrom aus dem Norden müssten nicht zwangsläufig durch ganz Deutschland nach Süden transportiert werden.

Rupprecht: "Ein vergiftetes Angebot"

Tirschenreuth. Der "Kompromissvorschlag" von Bundeswirtschaftsminister sigmar Gabriel ist für MdB Albert Rupprecht "ein vergiftetes Angebot". Die Auswirkungen seien schlicht nicht abschätzbar. Das Ziel der bayerischen Politik, die Belastungen für Mensch, Natur und Umwelt weitestgehend zu reduzieren, werde damit nicht erreicht.

"Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen." In einer Besprechung am 17. Juni habe Ministerpräsident Horst Seehofer zugesagt, der Erdverkabelung absoluten Vorrang gegenüber Leitungen auf Bestandstrassen einzuräumen.

Caritas

Fachambulanz für Suchtprobleme: Sprechzeiten nach Vereinbarung in Tirschenreuth unter Telefon 09631/79 89 10: Montag 8 bis 16 Uhr und 16.30 bis 20 Uhr, Dienstag 8 bis 12 Uhr und 12.30 bis 17 Uhr, Mittwoch 8 bis 17 Uhr, Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 12.30 bis 16.30 Uhr, Freitag 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, jeweils in der Ringstraße 55 in Tirschenreuth. Sprechstunden in Kemnath, Erbendorfer Straße 25: Montag 8 bis 12.30 Uhr, Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr.
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