Ein "Schnäppchen"

Wert wurde auf großzügige, freundlich-helle Gehweg- und Parkbereiche sowie eine behindertengerechte, in den Friedhof führende Rampe gelegt. Bild: Völkl

Gut zum Zug kommt der Markt bei der Neugestaltung der Weidener Straße. Für das 2,07-Millionen-Projekt gibt es 690 000 Euro an Städtebaufördermitteln. Das könnte man fast als "Schnäppchen" bezeichnen, freut sich Bauingenieur Wolfgang Geitner.

Wernberg-Köblitz. (cv) Die Maßnahme ist größtenteils abgeschlossen, der Gehweg beidseitig mit hellem Pflaster belegt und durchgehend nutzbar. Es gibt ausreichend Parkplätze beim Regenrückhaltebecken und in der Postleite. Wo es machbar war, wurde auf Barrierefreiheit geachtet - kein leichtes Unterfangen beim "Bergfriedhof". Die Maßnahmen liefen im April 2014 an. Ende Oktober 2015 sollte alles fertig sein. Man muss etwas "überziehen", kamen doch einige Zusatzaufträge - auch von seiten der Anlieger - hinzu.

Parkplätze und Rampe

Ausgebaut wurden ein 480 Meter langes Stück der Weidener Straße und 100 Meter in der Postleite. 20 Parkplätze gibt es insgesamt an der Weidener Straße, darunter auch breite Buchten für gehandicapte Menschen, damit neben dem Auto der Rollstuhl Platz hat. Inzwischen führt eine Rampe zum Leichenhaus, da die Treppen - auch neu - am Haupteingang unüberwindlich wären. 17 Stellflächen sind im Parkplatz Nord an der Postleite ausgewiesen. Hier entstand etwas höher gelegen noch ein behindertengerechter Zugang zu den oberen Grabfeldern.

Geordnetes Parken ist künftig auch am Parkplatz West - gegenüber dem Haupteingang - möglich. Von den 39 Stellflächen gelangen die Besucher über einen breiten Aufgang zur Straße und zur neuen Eingangstreppe in den Friedhof. Der Parkplatz-Mix aus Asphalt und Pflaster war ein Muss, sonst hätte es keine Fördermittel gegeben, erläutern Bürgermeister Georg Butz und Wolfgang Geitner. Auch ein Bereich für Glas- und Altkleidercontainer entsteht.

Derzeit laufen die Restarbeiten. Der Fußgängerweg zum Pfarrheim muss noch fertig werden, in einem Gehwegabschnitt im vorderen Teil der Weidener Straße entschied man sich, einen Asphaltabschnitt gegen Pflaster auszutauschen. Im Friedhof ist das Areal zwischen Leichenhaus und Eingang zu pflastern, die Wasserentnahmestelle günstiger zu platzieren. Die Bepflanzung wird heuer und im Frühjahr vorgenommen.

In den 2,07 Millionen Baukosten ist auch ein unumgänglicher Kanal- und Wasserleitungsbau eingeschlossen - insgesamt 320 000 Euro, die die Kommune ohne Fördermittel finanzieren muss. Für die Verbesserung des Ortsbildes machte die Städtebauförderung 690 000 Euro locker. 70 000 Euro kamen vom Straßenbauamt. 110 000 Euro hatten die Anlieger zu zahlen. Der städtebauliche Mehraufwand wurde bei ihren Rechnungen ausgeklammert. Der Anteil der Kommune am Projekt Weidener Straße lag bei 880 000 Euro.
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