Ein Sieg fast schon zu wenig

Louis Brunner erzielte bei der 11:13-Niederlage bei der SG Neukölln Berlin einen regulären Treffer. Dieser hätte die 5:4-Führung für die Weidener Nachwuchs-Wasserballer bedeutet, er wurde aber von den Schiedsrichtern nicht gegeben - der Knackpunkt in einem hart umkämpften Spiel. Bild: A. Schwarzmeier

Die U-17-Wasserballer des SV Weiden hatten sich für ihre Bundesliga-Auswärtsaufgaben in Hamburg und Berlin zwei Siege vorgenommen. Ihr Vorhaben konnten sie aber nur zum Teil verwirklichen.

Weiden. (prg) Beim Tabellenschlusslicht TB Hamburg ließ die Mannschaft nichts anbrennen und setzte sich am Samstag souverän mit 27:8 durch. Einen Tag später zogen sie bei der SG Neukölln Berlin jedoch unglücklich den Kürzen und verloren mit 11:13. Mit nunmehr 4:4-Punkten sind die Tabellenplätze eins und zwei, die zu Relegationsspielen für die A-Gruppe berechtigen, weiter weg als erhofft.

Hamburg zu schwach

In der Inselschwimmhalle Hamburg entledigte sich der SV-Nachwuchs der gestellten Aufgabe problemlos. Die Oberpfälzer waren dem Gegner in allen Belangen überlegen und setzten sich Schritt für Schritt ab, um schließlich als verdienter Sieger aus dem Becken zu steigen. Einzig Serkan Öcal (5 Tore) auf Seiten der Hanseaten sorgte für Aufregung in den Oberpfälzer Abwehrreihen.

Das Spiel in der Schöneberger Schwimmhalle von Berlin gestaltete sich ungleich schwieriger. Die Mannschaft der SG Neukölln hatte zuvor schon andere Teams geärgert und ein Ausrufezeichen durch das 11:11 gegen den favorisierten Tabellenführer SVV Plauen gesetzt. Tim Neulinger traf zum 0:1, doch dann folgte eine schwächere Phase der Gäste, die zunächst vier Gegentore in Folge kassierten (4:1). Noch vor der ersten Pause folgte die Korrektur auf 4:3. Direkt zu Beginn des zweiten Viertels fiel sogar der Ausgleich. Ein Tor von Louis Brunner wurde durch die beiden Unparteiischen offenbar übersehen, die Hauherren nutzten die Verwirrung der Gäste im Wasser und lochten zur eigenen 5:4-Führung ein.

"Das war der erste Knackpunkt in unserem Spiel. Danach agierten wir konfus und kassierten weitere Gegentreffer zum 7:4", ärgerte sich Irek Trainer Luczak über die Fehlentscheidung der Schiedsrichter. Die Aufholjagd im Anschluss kostete zwar viel Kraft, aber sie lohnte sich. Die Weidener glichen zum 10:10 aus und starteten sogar einen Konterangriff mit der großen Chance, in Führung zu gehen. Doch es kam anders. Ein Fehlpass brachte Berlin in Ballbesitz, das das 11:10 erzielte.

Dieser Treffer brach den Gästen das Genick. Die SG Neukölln legte zum 13:10 nach - die Vorentscheidung. Letztendlich sortierten die Weidener diese 11:13-Niederlage in die Ablage "unglücklich" ein.

Am kommenden Wochenende erwartet die Luczak-Schützlinge ein Doppelpack. Am Samstag (18 Uhr) geht es in der Thermenwelt gegen den Tabellenführer SVV Plauen, einen Tag später folgt das Rückspiel im Stadtbad Plauen. Das letzte Spiel des Jahres findet am 20. Dezember in Weiden gegen den SV Würzburg 05 statt.

SV Weiden: Kreiner und Butügin im Tor, Neulinger (6 Tore gegen Hamburg/2 gegen Neukölln), Zupfer (4/0), Brunner (9/4), Ernst (2/0), Burchazky (0/1), Dietl (0/1), Alexander Hinz (4/1), Neumann, Bayer, Bayer und Glaß (2/2).
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