Ein Spitzbub im Beichtstuhl

Schunkelrunden durften natürlich nicht fehlen: Zur Musik ließen es sich die Mitglieder von Seniorenclub und Seniorenkreis gut gehen. Köstlichkeiten und unterhaltsame Einlagen taten das Ihre dazu.

Die Musik verlieh dem Betreuerteam Flügel: Beim Faschingsnachmittag des Seniorenclubs, bei dem auch die Mitglieder des evangelischen Seniorenkreises zu Gast waren, schwebte es in Nachthemden zum Tanz in den Saal ein.

Komische und auch flotte Sprüche sorgten im Pfarrsaal für die Erheiterung des gut gelaunten Publikums. Garant für ein schwungvolles musikalisches Rahmenprogramm war das Vorbacher Duo Werner Meier und Gerd Retzer.

Um einen bereits 75 Jahre alten Hut, "der's verdient hat, dass ma'n aufsetzt" und deshalb jeden Tag getragen wurde, ging es danach in einem Dialog. "Aber an schena Huat host heit af", lautete das tägliche Lob der Partnerin. Musik, Kaffee und Krapfen leiteten über zu Bekenntnis und neuen Vorsätzen eines reuigen Sünders. Den Hasleitner-Jakob hatte sein schlechtes Gewissen zum Pfarrer geführt. Er hatte eine der drei Sauen seines Kontrahenten, des Sedlmeier-Schorsch - "a ausgschamter Spitzbua" -, gestohlen. Da eine Rückgabe nicht möglich ist - die Sau hängt schon im Kamin -, schlägt der Pfarrer nach langem Nachdenken 100 Euro als Schadenersatz vor. Da schiebt der reuige Sünder verschmitzt lächelnd dem Pfarrer 300 Euro zu: "Na hol i heit Nacht de andern zwoa a no. So billig kim i zu koana Sau mehr."

Auch Pfarrerin Anne Utz mischte sich in das heitere Geschehen ein. Besenschwingend erfreut sie die Senioren mit dem "Zauberlehrling". Schunkelrunden leiten den Auftritt der Krümelgarde der Faschingsgesellschaft ein. Mit ihrem Gardetanz eroberten die Kleinen die Herzen der Zuschauer.

Es folgte ein Sketch über die Hochzeitsreise eines Paares nach Bibione. Dabei mussten auch Ansichtskarten an die Verwandtschaft zu Hause geschrieben werden, die doch erhebliche Geldgeschenke mit auf die Reise gegeben hat. Die beiden Darstellerinnen Monika Stopfer und Maria Förster glänzten mit einem Dialog über die Inhalte und Formulierungen auf den einzelnen Karten - bis es ihm zu bunt wurde, und er eine ganz andere Aufgabe angehen wollte.

Wunschkonzert

Nach einer Stärkung mit Käsekrainer und Kraut animierten Gstanzln zum Mitsingen. Dabei erklang unter anderem: "Im Seniorenclub g'fallts unsre Senioren so sehr, drum werden die Mitglieder allaweil mehr" und "Wenn d'Manna recht rar san, dann sogn ma dazua: 'Dahoambleibn, des könn ma no oiwei lang gnua'".

Gerne gestalteten die beiden Musikanten ihre Beiträge als Wunschkonzert. Nicht fehlen durfte dabei das "Schlammersdorfer Lied". Die Gratulationszeremonie für fünf Jubilare verband Clubleiterin Maria Förster mit einer "Klopfer-Runde" und einem effektvollen Tücherl-Schwenken. Schlussakzente mit Reimen setzte Maria Cronenberg.
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