Ein Unfalltoter und 100 Verletzte

Der Anstieg der Unfallzahlen im Bereich der Polizeiinspektion Auerbach und der Polizeistation Vilseck kommt überwiegend aus dem Bagatellbereich. Allerdings legten auch die Unfälle mit Personenschaden zu. Bild: swt

Sieben Prozent Zuwachs bei den Verkehrsunfällen meldet die Polizeiinspektion Auerbach für das Jahr 2014. Ein Mensch kam ums Leben, 100 verletzten sich.

517 Unfälle nahmen die Polizeiinspektion Auerbach und die Station Vilseck auf. 2013 waren es 483 gewesen. Bei einem Großteil davon - genau 353 - lagen nur geringe Verstöße zugrunde, und es kam kein Mensch zu Schaden.

Nach dem Sturz überrollt

Anders war das am 8. September 2014, als ein damals 50-jähriger Mann mit seinem Motorroller auf der Staatsstraße von Ranna in Richtung Neuhaus fuhr. In Höhe der Magdalenenkapelle übersah er wohl einen vorausfahrenden Pkw, der verkehrsbedingt angehalten hatte, um links abzubiegen. Beim Versuch, nach links auszuweichen, touchierte er das Auto und stürzte auf die Gegenfahrspur. Ein entgegenkommender Wagen überrollte den Mann, der seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle erlag.

Die Unfälle mit Personenschaden stiegen im Vergleich zu 2013 um neun auf 76. Dagegen blieb die Zahl der Verletzten relativ konstant; auf 98 im Jahr davor folgten diesmal 100.

Bei den schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden zeigt die Kurve wieder nach unten. Sie sank von 99 auf 88. Einen deutlichen Anstieg beobachtet die Polizei in der Rubrik der Kleinunfälle. Für diese Zahl spielen durchaus auch Einflüsse wie Schnee- und Eisglätte eine Rolle. Mehr als die Hälfte der 353 Kleinunfälle entfielen auf Karambolagen mit Wildtieren.

Wie schon 2013 verzeichnete die Polizei auch im vergangenen Jahr keinen Schulwegunfall. 70 Fahrerfluchten bedeuten eine nochmalige Steigerung um drei Fälle. 23 ermittelte Verursacher entsprechen einer Aufklärungsquote von 32,9 Prozent. Im Vorjahr hatte sie noch 41,8 Prozent betragen. Ohne die Mithilfe von Zeugen kommt die Polizei in aller Regel nicht weiter.

Alkohol nicht im Spiel

Als Fahranfänger gelten in der Statistik Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren. Sie machen in der Gesamtbevölkerung acht Prozent aus. Im Unfallgeschehen sind sie dagegen häufiger vertreten. Angehörige dieser Altersgruppe "bauten" 33 Unfälle mit Personen- oder schwerwiegendem Schaden, einen mehr als 2013. Meist lag es an nicht angepasster Geschwindigkeit. Dagegen taucht der Alkohol als Hauptunfallursache bei den jungen Leuten nicht auf.
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