Ein Vampir im Strommuseum

Ohne Strom nix los! Kein Handy, kein Fernseher, kein Computer funktioniert ohne Elektrizität. Aber wie wird Strom erzeugt und wie kommt er in die Steckdose?

Diesen Fragen ging die Klasse 5G der Mittelschule Kümmersbruck mit Klassenlehrerin Alexandra Neumeyer bei einem Besuch des Strommuseums in Theuern nach. Dazu eingeladen hatte das Bayernwerk.

Immer wieder neu

Bayernwerk-Mitarbeiterin Johanna Baumann führte zunächst in den zweiten Stock des Gebäudes und begann die Führung in der Abteilung "Erneuerbare Energien". Zuerst zeigte sie an einem Schaubild, dass der Strom 1989 zu zwei Dritteln aus Kernenergie gewonnen wurde. Heute wird ein großer Teil des Stroms aus Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Holz erzeugt, die von Natur aus vorhanden sind oder wieder "nachwachsen". Deshalb nennt man sie auch regenerative Energien.

Ein Modell verdeutlichte die Erzeugung von Strom aus Windkraft. Ein Windrad funktioniert nach dem Prinzip eines Fahrraddynamos. Um das Windrad zu starten, benötigt man aber viel Wind.

Strom wird auch aus der Sonnenenergie gewonnen. Scheint die Sonne im Modell auf die Solarzellen, dann fährt das Auto. Schiebt sich zwischen Solarzellen und Sonne eine Wolke, wird weniger Strom hergestellt. Daher kommt unsere Gesellschaft ohne herkömmliche Kraftwerke leider noch nicht aus, da jeder 24 Stunden lang, 365 Tage im Jahr über billigen und qualitativ hochwertigen Strom verfügen will.

Das Bayernwerk, als Betreiber des regionalen Stromnetzes speist sowohl regenerativen als auch herkömmlichen Strom ins Netz ein und bringt ihn über Kabelnetze in jedes Haus.

Erst seit 110 Jahren wird der elektrische Strom in Privathäusern genutzt. Zu Beginn gab es noch keine Stromzähler. Deshalb wurde nach der Anzahl der Glühbirnen abgerechnet, das heißt je mehr Lampen im Haus waren, desto mehr Geld mussten die Besitzer bezahlen. Sehr interessant waren die alten Haushaltsgeräte wie beispielsweise der Backofen, die Waschmaschine, das Bügeleisen und der Klapptoaster.

Am lustigsten fanden die Schüler die Trockenhaube, die wie eine vielfingrige Zange aussieht. In jedem "Finger" befinden sich kleine Löcher aus denen die warme Luft ausströmt. Zum Schluss forderte Johanna Baumann die Schüler auf, den Vampir zu suchen. Begeistert klapperten die Fünftklässler alle Schaukästen ab. Es stellte sich heraus, dass der Vampir völlig harmlos ist und es der erste Staubsauger war.

"So macht Schule Spaß!", war die einhellige Meinung und alle machten sich gut gelaunt auf den Heimweg.

Klasse 5G der Mittelschule Kümmersbruck
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