Ein Vierkampf

Mindestens fünf, vielleicht sogar sechs Vereine kommen in der Fußball-Bayernliga Nord für die Meisterschaft in Frage. Da jedoch der SSV Jahn Regensburg II (6. Platz/21 Spiele/37 Punkte) als zweite Mannschaft eines Drittligisten in der Regionalliga Bayern nicht teilnahmeberechtigt ist und die SpVgg Jahn Forchheim (5./22/42) ihren Bewerbungsverzicht erklärt hat, reduziert sich die Aufstiegsfrage auf folgendes Quartett: SpVgg SV Weiden (1./22/45), FC Amberg (2./22/43), TSV Großbardorf (3./21/43) und SV Viktoria Aschaffenburg (4./22/43).

Wir haben Christian Stadler, Trainer der SpVgg SV Weiden, um eine Bewertung der Weidener Konkurrenten gebeten:

FC Amberg

Wenn man auf den Meister der Bayernliga Nord wetten könnte, dann wäre laut Stadler eines klar: "Beim Tipp auf Amberg würde man das wenigste Geld für seinen Einsatz bekommen." Damit ist offensichtlich: Für den Weidener Coach sind die Gelb-Schwarzen wohl der Top-Favorit. Eine Rolle, die sich fast zwangsläufig ergibt. "Sie haben zu Saisonbeginn viel investiert und Qualität geholt", erklärt Stadler. Dass es die Amberger nach zunächst schwachem Start nun wissen wollen, hat die intensive Vorbereitung mit einem Trainingslager in der Türkei gezeigt. Zuletzt gewann das Team von Trainer Timo Rost Testspiele gegen Regionalligisten: 2:0 gegen SpVgg Greuther Fürth II und 6:0 gegen 1. FC Schweinfurt 05. Für Stadler wäre es kein Wunder, wenn die Amberger einfach so "weiterrollen" würden.

TSV Großbardorf

Die Unterfranken haben laut Stadler einen besonderen Vorteil bei ihren Heimspielen. "Der Fußballplatz dort ist sehr klein. Da sind die Spieler extrem darauf geschult." Bezüglich Qualität und Kadergröße zieht er Vergleiche zu seiner Mannschaft. "Großbardorf hat zwar auch nur einen kleinen Kader, aber vom Potenzial her setze ich den TSV auf eine Stufe mit uns." Sein Urteil: "Die können weiter um Platz eins mitspielen."

Viktoria Aschaffenburg

"Aschaffenburg spielt einen Hurra-Fußball und kann jeden Gegner zerlegen", meint Stadler in Anspielung auf die deutlichen Siege, die der finanzstarke SVA in der Vorrunde errungen hat. Allerdings sei der Regionalligaabsteiger aufgrund der Altersstruktur immer wieder gut für Ausrutscher: "Die jungen Spieler sind schon mal anfällig für Fehler."
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