Ein Vorbild für junge Menschen und ein Priester, der bedingungslos ja zum geistlichen Weg gesagt hat - so würdigte die Expositur Högling ihren langjährigen Seelsorger, den verstorbenen Pater Henryk Jendryczka. Mit einem Gottesdienst verabschiedeten sich die Gläubigen von ihm.
Leben als Gottesdienst

Bei einem Gedenkgottesdienst in der St.-Margareta-Kirche in Högling nahmen zahlreiche Geistliche, Vertreter kirchlicher Organisationen und Vereine von Pater Henryk Jendryczka Abschied. Bild: nib
(nib) Sehr gut besucht war der Gottesdienst zum Gedenken an den Seelsorger. Drei Brüder des Salesianerordens waren aus dem Kloster Ensdorf gekommen, um Abschied zu nehmen. Daneben waren Pfarrer Gerhard Wagner aus Schmidgaden, Ruhestandspfarrer Johann Schächtl und Pfarrer Michael Hoch die Zelebranten. Katholische Landjugend, Krieger- und Reservistenkameradschaft und Feuerwehr Högling nahmen mit ihren Fahnenabordnungen teil.

Pfarrer Michael Hoch und der ehemalige Kirchenpfleger Josef Scharl würdigten das Leben des Verstorbenen. Zahlen und Fakten allein - Hoch zählte den Neubau des Pfarrheims, die Innen- und Außenrenovierung und zahlreiche weitere Aktivitäten auf - könnten das Leben eines Seelsorgers nicht erfassen. Fast ein Vierteljahrhundert habe Pater Heinrich die Menschen in seiner Pfarrei in schönen, aber auch in schweren Stunden begleitet. Jendryczka habe sein Leben ganz in den Dienst Gottes gestellt und sei bereits mit 16 Jahren in den Salesianerorden eingetreten. Auch eine schwere Operation habe ihm seinen Lebensmut nicht nehmen können und ihn nicht von seinem Dienst am Altar abgehalten.

Stellvertretend für alle kirchlichen Gremien und Organisationen erinnerte der ehemalige Kirchenpfleger Josef Scharl in einer bewegten Rede an den Priester. "Zwei Jahre mussten wir warten, denn Pater Heinrich baute gerade eine neue Kirche in Polen, bevor er mit wenig mehr als einem Koffer nach Högling kam", erinnerte er an den ersten Tag. Große Freude habe der Seelsorger an festlichen Gottesdiensten gehabt, gestaltet von Kirchenchor, den Kindern und der Kirchenverwaltung, oder an den Einladungen der Vereine.

"Gebet und Messopfer sind das größte Geschenk für einen Priester", bedankte sich Salesianerpater Andrzej Slowik auch im Namen seiner Mitbrüder Stanislaw Warszewski und Josef Wenzl bei Hoch, allen Mitwirkenden und den Ministranten, deren Dienst Pater Heinrich große Achtung entgegengebracht habe.
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