Ein Werk der Gemeinschaft

Zeugen der Altarsegnung durch Pfarrer Trescher waren Raimund Karl (von rechts), Architekt Andreas Hottner, Landratstellvertreter Jakob Scharf und Bürgermeister Richard Stabl. Bild: Schieder

Dieser Festtag wird in Erinnerung bleiben. Nach einer umfangreichen Sanierung wurde die Koloman-Kapelle neu gesegnet, verbunden mit dem Anbringen des restaurierten Turmkreuzes. Dazu gab es ein großes Lob für die Dorfgemeinschaft.

Gerne hätte man einen Vertreter vom Kloster Melk dabei gehabt, wo der Heilige Koloman vor genau 1000 Jahren begraben wurde. Doch es klappte nicht. Pfarrer Johann Trescher, der die Segnung vornahm, führte an, dass im Altar der Kapelle ein Knochensplitter des Heiligen eingebracht ist. Er dankte der Gemeinde Bodenwöhr für die aufwendige Renovierung und zollte den Warmersdorfern Lob und Anerkennung für ihre geleistete Gemeinschaftsarbeit.

Gepflegt und erhalten

Der Kirchenzug, begleitet von den Seenland-Musikanten machte sich am Sonntagvormittag vom Festzelt in Warmersdorf auf den Weg machte zur Koloman-Kapelle. Zunächst segnete Pfarrer Trescher das neu vergoldetete Turmkreuz. Bürgermeister Richard Stabl begrüßte nach dem Festgottesdienst die Gäste. Über die Jahrhunderte hinweg wurde die Kapelle von den Verantwortlichen gepflegt und erhalten. Dass die Kapelle saniert werden konnte, verdanke man dem Engagement und dem Fleiß der Warmersdorfer Bevölkerung sowie der Pfarrgemeinde Alten- und Neuenschwand.

Der Gemeinderat Bodenwöhr setzte die Sanierung der Kapelle St. Koloman auf die Agenda. Bereits 2010 begannen laut Stabl vorbereitende Untersuchungen über die Schäden und den Aufwand. Unter der Planung des Architekturbüros Hottner und Raimund Karl vom Denkmalschutz wurden die entsprechenden Vorarbeiten geleistet. 2013 fiel dann die Entscheidung zur Sanierung der Kapelle.

Kosten unterschritten

Bereits im Vorfeld hatten sich viele Warmersdorfer gemeldet und angeboten, sich an den Arbeiten zu ihrer Kapelle beteiligen wollen. Dazu gab es im Hause von Josef Reiger bereits vor der Entscheidung im Gemeinderat im September 2013 die erste Runde mit den Helfern zusammen mit Architekt Georg Köppl. Die geplanten Kosten lagen bei rund 445 000 Euro. Durch wirtschaftliche Angebote, geringere Schäden beim Dachstuhl und durch Eigenleistung ergibt sich eine Kostenminderung von 95 000 Euro. Die erbrachte Eigenleistung liegt bei 22 000 Euro.

Landrat-Stellvertreter Jakob Scharf überreichte an Bürgermeister Richard Stabl eine Geldspende. Raimund Karl, Gebietsreferent vom Landesamt für Denkmalschutz, betonte, dass die Kapelle einen hohen Stellenwert in der Kunst- und Baugeschichte besitze.

Gemeinschaft gestärkt

Architekt Andreas Hottner ging dann die umfangreichen Arbeiten, die bei der Sanierung angefallen waren. Er übernahm dann auch am Nachmittag die Führung durch die Koloman-Kapelle und erläuterte deren geschichtlichen Werdegang und die Maßnahme. Den Abschluss der Redner bildete dann Georg Donhauser als Warmersdorfer Ortssprecher. "Jetzt haben wir's geschafft" sagte er stolz. Die besondere Verbundenheit zur Kapelle sei wieder gewachsen und die Arbeiten hätten auch die Dorfgemeinschaft wieder gestärkt.
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