Einander helfen

Projektleiterin Manuela Radtke. Bild: bnr

In der Bürgerversammlung stand nicht nur die aktuelle Gemeindepolitik im Vordergrund: Die Senioren und die Jugend erhielten eine Plattform, um ihre Anregungen und Vorstellungen zur künftigen Gemeindeentwicklung vorzutragen. Die Diskussion brachte einiges zur Sprache.

Trausnitz. (bnr) Gerade ältere Menschen sind oft auf die Hilfe anderer angewiesen, wenn die Gesundheit nicht mehr richtig mitspielt oder eine Behinderung die Bewegungsfreiheit einschränkt. Die Lernende Region Schwandorf bietet hier schnelle und unbürokratische Hilfe an. Projektleiterin Manuela Radtke zeigte einen Weg, wie dies auch in Trausnitz gelingen könnte. Eine Möglichkeit ist die Gründung eines Ortsvereins Nachbarschaftshilfe, der zum Ziel hat, Menschen Gutes zu tun. Dabei sieht sich der Verein nicht als Ersatz für bestehende haupt- oder ehrenamtliche Dienste, sondern als Ergänzung. Ein Arbeitskreis, in dem sich jeder engagieren kann, wird die Gründung einer Nachbarschaftshilfe vorbereiten.

Für die Belange der jungen Generation setzten sich die Jugendbeauftragten Giesela Schmauß und Christian Jäckel ein. In ersten Gesprächen mit den Vereinen wurden Möglichkeiten besprochen, den Jugendlichen eine interessante und unterhaltsame Freizeitbeschäftigung anzubieten, die auch für die Gemeinde sinnvoll ist. Ein Jugendtreff könnte hier ein erster Schritt sein. Die Jugendvertreter sehen sich dabei als Moderatoren, die die Fäden in den Händen halten und Bindeglied zur Gemeinde sind.

Die anschließende Diskussion beleuchtete die verschiedensten Bereiche der Gemeinde. Georg Blöth erwartet von den Bürgern größere Solidarität mit den Windkraftgegnern aus der Aktionsgruppe "Gegenwind". Hans Kalb regte an, den geplanten Parkplatz an der Kirche bereits jetzt zu nutzen, da der Platz befestigt ist. Es wären nur einige Markierungen notwendig. Breiten Raum nahm der Anliegeranteil für die Dorferneuerung ein, der von vielen als ungerecht angesehen wird. Gerade auf den Dörfern, in denen nun mal die Grundstücke größer sind, müssen wenige Anlieger einen hohen Beitrag aufbringen. Die Gleichsetzung der Fördersätze von Stadt und Land ist für viele Anlieger unverständlich und teilweise existenzbedrohend.

Bürgermeister Schwandner verwies auf die Anstrengungen der Gemeinde, eine bessere Förderung zu erreichen oder Härtefälle geltend zu machen: "Das Ergebnis ist bisher gleich null". Zum Ende der Versammlung dankte Martin Schwandner seinem Vorgänger, Altbürgermeister Hubert Pröls, der ihm ein gut bestelltes Haus übergeben hat. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von unter 500 Euro liegt Trausnitz weit unter dem Landesdurchschnitt "und ist daher auch nicht pleite".

Der Bürgermeister hatte auch die ehrenvolle Aufgabe, zwei verdiente Gemeindebürger auszuzeichnen. Helmut Zimmerer und Eberhard Hampl wurden für ihren Jahrzehnte langen Dienst beim Roten Kreuz mit der Bayerischen Ehrenamtskarte in Gold geehrt.
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