Einbürgerungsurkunde

2009 legte Lyubov Wimpissinger den Einbürgerungstest mit Note eins ab. 2012 folgte der Einbürgerungsantrag. "Zuerst musste ich aus der ukrainischen Staatsbürgerschaft entlassen werden, da die Ukraine keine doppelte Staatsbürgerschaft anerkennt."

Einige Zeit später erhielt sie einen Anruf vom Landratsamt. "Sie fragten mich, ob ich ins Innenministerium kommen würde. Dort sollte mir Innenminister Joachim Hermann die Einbürgerungsurkunde übergeben. Ich war völlig überrascht. Das war eine große Anerkennung." Mit ihrer Familie reiste sie nach München.

"Dieses Erlebnis hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, hart zu arbeiten und weiterzumachen. Dass alles, was ich mache, nicht umsonst ist, dass es willkommen ist." Ausgewählt wurde Wimpissinger, weil sie den Deutschkurs und ihre Ausbildung verkürzte und mit Auszeichnung bestand. Zudem sei ihr Engagement, unter anderem ihre Mitarbeit als Wahlhelfer, ausschlaggebend gewesen.

"Auch, dass ich seit neun Jahren im Kirchenchor engagiert bin, spielte eine Rolle bei der Entscheidung." Integration funktioniere nur durch Arbeit, Ehrgeiz und dem Willen, sich einzubringen, ist sich Wimpissinger sicher. (juh)
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