Eine Dortmunderin hat zu ihrem Hannoveraner eine ganz besondere Beziehung
Rassepferd gut aufgehoben

Die 29-jährige Stefanie Tillmann (links) macht sich mit ihrer Mutter Ursula Tillmann zweimal im Jahr von Dortmund nach Eslarn auf den Weg zu ihrem Pferd "Junior", das Michael Meckl bestens pflegt. Bild: gz
Eslarn. (gz) Stefanie Tillmann aus Dortmund besucht ihren vierbeinigen "Rentner Junior" im Gut Aiderbichl zwei Mal im Jahr. Sie weiß ihr Rassepferd in Eslarn gut aufgehoben.

"Wir waren 16 Jahre ein super Team, auf vielen Turnieren erfolgreich und durch nichts zu trennen", blickt Tillmann zurück. Inzwischen nennt sie den 21-jährigen Hannoveraner "World Apart". Dies soll an eine Englische Boygroup erinnern, die ein Jahr vor Geburt des Pferds gegründet wurde.

Die Liebe der 29-jährigen Dortmunderin zu ihrem Hannoveraner ist nicht alltäglich. "Ich habe Junior im Alter von 15 Jahren bekommen, da war er 5 Jahre alt und mein absoluter Traumpartner, was er bis heute bleibt." Die zierliche Zahntechnikerin und ihr Pferd können schöne Erfolge verzeichnen.

Absoluter Höhepunkt war die Dressurklasse L. Der Schritt von der A- zur L-Dressur ist relativ groß. Gefordert wird zum einen das Reitabzeichen der Leistungsklasse 5, zum anderen verschiedene Gangarten wie Arbeitstrab, Mitteltrab und Galopp "Wir wären mit Sicherheit noch weiter gekommen, aber mein Pferd hat sich 2008 beim Training leider einen Sehnenanriss zugezogen und war seitdem nicht mehr belastbar."

Auch beruflich hat sich in den Jahren bei Tillmann einiges verändert, so dass sie zeitlich und finanziell nicht mehr die Möglichkeit hatte, ihren "Rentner Junior", zu unterhalten. Da die Pferdehalterin ihrem langjährigen Wegbegleiter einen schönen Lebensabend bereiten wollte, wandte sie sich an Gut Aiderbichl. Nach einer Wartezeit folgte im Juli 2013 überraschend der Anruf, dass für "Junior" in der Filiale Eslarn ein Platz gefunden werden konnte.

Schweren Herzens trennten sich die Wege, und für "Junior" ging es von Dortmund ins 560 Kilometer entfernte Eslarn. Obwohl die Strecke quer durch Deutschland führt und 5 Stunden in Anspruch nimmt, fährt die Pferdefreundin seither zweí Mal im Jahr mit ihrer Mutter Ursula und einer Freundin aufs Gut, um ihr Pferd zu sehen. .

"Durch meine Besuche und ständigen telefonischen Kontakte nach Eslarn weiß ich, dass es dem Pferd besser nicht gehen könnte", dankt sie der Familie Meckl, die dem Hengst ein so schönes Zuhause bietet. . Der Hannoveraner hat in Eslarn eine große Koppel und im Winter eine schöne, trockene Unterkunft. Zudem hat "Junior" mit dem gleichaltrigen Warmblut "Harlin" bereits einen Begleiter gefunden.

Die Dortmunderin ist sicher, dass durch das große Organisationstalent von Gut Aiderbichl vielen Tieren und auch ihrem "Junior" bestens geholfen wird. "Schöner wie hier kann es ein Tier nicht haben." Ein Garant für "gelebte Tierliebe" ist Michael Meckl als Verantwortlicher in Eslarn. Er versorgt die Pferdefreundin ständig mit Informationen und Bildern von "Junior".
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