Eine gute Ernte: 10 000 Besucher

Nicht nur landwirtschaftliche Produkte und Maschine bekamen die Besucher zu sehen. Auch bunte und lustige Vogelhäuschen zogen Blicke auf sich.

Die Erwartungen vor dem vierten Eschenbacher Bauernmarkt waren groß. Nach rund 10 000 Besuchern bei der dritten Auflage vor zwei Jahren hatten Bauernverband (BBV) und Stadtverband einen ähnlichen Zuspruch erhofft. Sie sollten nicht enttäuscht werden.

Holunderkönigin Theresa Nickl hatte am Sonntag nicht nur Kaiserwetter im Gefolge. Mit ihr strömten knapp 10 000 Gäste aus der nördlichen Oberpfalz und Oberfranken in die frühere Kreisstadt. Den rund 60 Ausstellern und Anbietern bescheinigte BBV-Kreisobmann Josef Fütterer: "Ihr habt wie immer Eschenbachs Stadtplatz zur Bauernmeile gemacht".

Das Eröffnungssignal gaben die Jagdhornbläser. Josef Fütterer kündigte für die folgenden sieben Stunden Regionalität und Qualität an. In Zeiten der Neuausrichtung der Agrarpolitik der EU sowie der Krise in der Ukraine und den arabischen Ländern sah er im Fest eine "Erfrischung der Gedanken" und einen Anlass, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Den amerikanischen Gästen mit Government Relations Director James P. Federline wünschte er viele angenehme Gespräche.

Kreisbäuerin Christa Kick versprach Einblicke in die moderne Landtechnik, alte und neue Produktionsverfahren sowie zukünftige Energieformen. Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies rief auf, sich vom bäuerlichen Ambiente begeistern zu lassen. Einen Ausschnitt aus der Leistungsfähigkeit einer überaus engagierten Bevölkerungsgruppe kündigte Bürgermeister Peter Lehr an.

Der Bauernmarkt faszinierte die Besuchermassen zwischen Pfarr- und Bergkirche. Neben den optischen Eindrücken setzte das Getränke- und Speisenangebot mit Kuchen, Holunderspezialitäten, Käse, Wurst, Pizza und Bratwürsten bis zu Farmer- und Schweinebraten, Fischspezialitäten und Schweinshaxen Akzente. Getränke servierten die Gardemädchen der Faschingsgesellschaft.

Biergarten und Windräder

Kontrastreich waren die Bereiche Tier und Maschine. Die Bandbreite reichte von schlüpfenden Küken und Tauben bis zu Merino-Landschafen und Rindern. Im Schatten eines riesigen Mähdreschers mit einer Schnittbreite von 7,60 Meter drehte ein kleiner Rasenmähroboter kleine Runden. Zwischen Landmaschinen, Photovoltaik-, Heizungs-, Sanitär- Reinigungs- und Kfz-Technik zeigten Schwingelmacher, Klöpplerin, Töpfer, Drechsler, Seildreher und Kunsthandwerker ihre Fertigkeiten. Kräuter-, Honig-, Likör-, Seifen-, Milch- und Gewürzerzeugnisse waren ebenso zu entdecken wie Schmuck, Beet- und Balkonpflanzen und Vogelhäuser. Der Heimatverein präsentierte sich in seinem Biergarten, das Landratsamt wartete mit "Original-Regional aus dem Oberpfälzer Wald" auf, die Neuen Energien West warben mit kleinen Windrädern.

Bedeutung und Nutzen des Waldes dokumentierte die Forstverwaltung. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten lockte mit der Aktion "Auf die Sinne fertig los - Komm auf den Geschmack". Junge Besucher genossen Ponyreiten. Großes Publikum hatten die Auftritte der Kleinen des Kindergartens, der Flying Boots, der Schlecherer Goislschnalzer und von Alleinunterhalter Sepp Kämpf. Für die Musik waren Jagdhornbläser, Jugendblaskapelle der Musikschule und Stadtkapelle zuständig.

Im vorausgegangenen Festgottesdienst, den Kirchenchor und Stadtkapelle gestalteten, stellte Pfarrer Thomas Jeschner Vergleiche zwischen Glauben und Saat an, die sich beide weiterentwickeln müssten.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/bauernmarkt2015
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