Eine Herzensangelegenheit

Die Trausnitzer Versöhnung von 1325 ist eine geschichtliche Tatsache und hat dem damaligen Reich für einige Zeit Frieden gebracht. Vielleicht wurde Bürgermeister Martin Schwandner von diesem Ereignis inspiriert.

Trausnitz. (bnr) Schwandner nahm am Ende des Gedenkgottesdienstes der Festspielgemeinde (wir berichteten) die Gelegenheit wahr, auch mit der damaligen Festspieltruppe einen dauerhaften Frieden herzustellen.

Nach der Festspielzeit 1997 war es zu Unstimmigkeiten zwischen der Gemeindeverwaltung und der Festspielleitung gekommen. Wie es in solchen Fällen oft der Fall ist, schaukelte ein Wort das andere auf und am Ende kam es zum Bruch. Für viele der Mitwirkenden war dies nach der großartigen Festspielzeit eine herbe Enttäuschung und stieß auf Unverständnis. Für Bürgermeister Martin Schwandner war es eine Herzensangelegenheit, diesen Bruch zu kitten und hier endlich einen Schlussstrich zu ziehen.

Auch ihm ist die Festspielzeit noch in bester Erinnerung, als er auf der Flöte die Spinnerinnen begleiteten durfte. Mit einem Präsent dankte er den Organisatoren Karl Lang und Helmut Zimmerer für die unbezahlbare Arbeit, welche die Beiden geleistet haben.

Der gemeinsame Händedruck sollte diese Angelegenheit endlich in den Schubladen der Geschichte verschwinden lassen und den Blick in die Zukunft öffnen. Nicht umsonst hieß der Trinkspruch der Festspielzeit: "San ma wida guat". Dieser Spruch soll gerade hier seine Gültigkeit haben.
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