Eine lange Geschichte

Eine grandiose Serenade boten die Steinwaldmusikanten. Nicht nur die Fans klassischer Blasmusik kamen auf ihre Kosten. Auch "ganz neutrale" Zuhörer hatten ihre Freude an der professionellen Darbietung. Bild: lpp
Die Steinwaldmusikanten musizieren seit 1983 unter dem Namen, mit dem sie auch weit über die Gemeindegrenzen hinaus, auftreten. 1982 übernahm Lothar Scharfdie Leitung, die Probenarbeit wurde strukturiert. 1985 erfolgte der Beitritt zum Nordbayerischen Musikbund, die fundierte Ausbildung junger Nachwuchskräfte wurde zielstrebig betrieben und die Teilnahme an Wertungsspielen eingeführt. Bereits 1980 trat man in einheitlicher Kleidung auf, 1992 erfolgte die Anschaffung der originalen Oberpfälzer Tracht. Auch die Sommerserenaden führte Lothar Scharf ein, die bis heute ein Publikumsmagnet sind. Die Anfänge der Blasmusik in Pullenreuth gehen in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück. Damals wie heute begleiteten die Musiker kirchliche und weltliche Feste mit ihrer Musik und spielten auch zum Tanz auf. Mit Kriegsbeginn 1939 zerfiel die Kapelle, da die meisten Musikanten eingezogen wurden.

Er dauerte bis etwa 1950, bis sich wieder Musiker, damals um Hans David aus Dechantsees, zum gemeinsamen Musizieren trafen. Mit der Gründung der Trachtenkapelle Marktredwitz um etwa 1955 begann eine Abwanderung von Pullenreuth nach "Rawetz". Nach dem plötzlichen Tod von Hans David im Jahr 1960 war die Pullenreuther Blaskapelle führungslos, ein Teil der erfahrenen Musikanten gab das Hobby auf. Die wenigen Verbliebenen vom alten Stamm suchten sich neue, junge Kräfte und gründeten mit den Ausgebildeten die neue Pullenreuther Blaskapelle. Geprobt wurde in den Jahren 1961 und 1962 in der Küche im Anwesen Hecht in Arnoldsreuth. Josef Bayerl führte bis 1976 die Kapelle und übergab schließen den Dirigentenstab 1976 an Josef Linhard. (lpp)
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