Eine Million Flaschenkorken

Um einen Korksack versammelt die Leuchtenberger Sieger mit Urkunde, links die zweitplatzierten Tännesberg und rechts die drittplatzierten Altenstädter mit ihren Lehrkräften. Hintere Reihe, ab Fünfter von links Schulamtsdirektor Josef Benker, Landrat Andreas Meier, Bürgermeister Anton Kappl und Schulleiter Günther Hassmann. Bild: sl

Die Grundschule Leuchtenberg mit 34 Schülern ist der Sieger bei der Aktion "Schulen sammeln Korken". Jeder Bub und jedes Mädchen trug durchschnittlich 291 Korken zusammen. Sie bekamen neben der Urkunde einen Geldpreis.

Leuchtenberg. (sl) Insgesamt beteiligten sich am sechsten Wettbewerb 24 Schulen. Sie häuften innerhalb drei Jahren 507 Kilo beziehungsweise 127 000 Flaschenkorken an. Platz zwei belegt die Grundschule Tännesberg (48 Schüler) mit 268 Korken pro Schüler vor der Grundschule Altenstadt/WN (182 Schüler) mit 135 Korken pro Kind.

42 Kilometer lange Strecke

Landrat Andreas Meier freute sich, dass die Schulen so erfolgreich sind. Wiederverwertung und schonender Umgang mit Rohstoffen seien wichtig, sagte der Landkreischef. Bei den bisher sechs Wettbewerben seien in den vergangenen 17 Jahren 4000 Kilogramm Kork und eine Million Flaschenkorken gesammelt worden. Aneinandergereiht ergäbe dies eine Strecke von 42 Kilometern. Für Altenstadt nahm Karin Lachnit mit einigen ihrer Schützlinge die Urkunde und 100 Euro vom Landrat entgegen. Den gleichen Preis bekamen für Tännesberg Schulleiter Josef Rauch und Thomas Troidl mit einigen Schülern. Der erste Preis, Urkunde und 150 Euro, nahm der Leuchtenberger Schulleiter Günther Hassmann mit allen Schülern sowie den Lehrern Barbara Hofmann, Johannes Arndt und Elisabeth Eckl entgegen.

Bürgermeister Anton Kappl war stolz, dass Leuchtenberg als eine der kleinsten Schulen im Landkreis so erfolgreich sei. "Sie ist klein, aber oho." Da stehe ein sehr gutes Lehrerkollegium dahinter. Kappl stockte den Betrag mit 50 auf 200 Euro auf.

Arbeit für Behinderte

Schulamtsdirektor Josef Benker war voll des Lobes. Die Mädchen und Buben hätten den Umweltgedanken vorbildlich umgesetzt. Die Natur könne ohne den Menschen leben, aber nicht umgekehrt. Da sich der Mensch von der Natur die Sachen hole, solle er sorgsam damit umgehen. Benker forderte die Schüler auf, umweltbewusst weiterzumachen. Die Korken nahm Abfallberater Peter Hägler mit ins Landratsamt. Von dort kommen sie an das Epilepsie-Zentrum-Kork im badischen Kehl-Kork. Dort verarbeiten behinderte Menschen das Material zu einem begehrten Dämmstoff.
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