Eine neue Idee fürs Schulhaus

Seit Monaten zerbrechen sich die Gemeinderäte die Köpfe, was sie mit dem leerstehenden Schulhaus in Eschenfelden anfangen sollen. Die Bewohner eines anderen Orts in einer ähnlichen Situation haben sich da etwas einfallen lassen. Ihr Beispiel könnte hier "Schule machen".

Die Nahwärmeversorgung in Eschenfelden wächst mit Riesenschritten. Bürgermeister Hans Durst berichtete im Gemeinderat Hirschbach, der im Rathaus tagte, über den Sachstand. Auf der Tagesordnung standen auch die Zukunft des Schulhauses Eschenfelden und des Freibads in Hirschbach.

Erste Wärme ab November

"Ziel ist es, Mitte bis Ende November mit der Wärmeproduktion zu beginnen", erläuterte Durst die nächsten Schritte bei der Nahwärme. Ab 27. Oktober baut die Firma Burkhardt die Technik ein. Sie rechnet für diese Arbeiten mit zweieinhalb Wochen. Nicht zufrieden zeigten sich die Räte an dieser Stelle mit der Absicherung bei den gezogenen Gräben. Trotz mehrerer Hinweise habe sich bisher nichts gebessert.

Das Angebot der Firma Renner-Consult, die Oberflächenentwässerung in Achtel zu planen, legte der Rat erst einmal beiseite. Als Sofortmaßnahme will er die Bankette abfräsen lassen, damit das Wasser auch im Graben ankommt. Ein Bürger aus Achtel bot an, den anfallenden Humus wegzufahren.

Vereine werden befragt

Gemeinderat Joachim Iwanek erzählte von einer Ortschaft, die sich ebenfalls gezwungen sah, ein leerstehendes Schulgebäude neu zu beleben. Mit der Hilfe der Bürger und der Dorferneuerung machte sie ein Bürgerhaus daraus. Das konnten sich die Diskussionsteilnehmer grundsätzlich auch in Eschenfelden vorstellen. Allerdings hänge alles davon ab, wie die Vereine dazu stehen. Der Bedarf und die Bereitschaft zum Mitmachen sollen jetzt nachgefragt werden.

Förderverein "am Limit"

Die Entscheidung über den Fortbestand des Hirschbacher Freibads vertagte der Gemeinderat auf die nächste Sitzung. Ralf Schneider erläuterte die aktuelle Situation des Fördervereins, der das Bad im vergangenen Jahrzehnt am Leben erhielt. "Er ist personell und finanziell am Limit", stellte er fest.

In all den Jahren blieb der Beitrag der Gemeinde - die Stunden ihres Mitarbeiters eingerechnet - konstant bei rund 20 000 Euro. Schneider schlug vor, den Betrag auf 25 000 Euro aufzustocken und eine Arbeitsgruppe Freibad zu gründen. Sie solle aus Mitgliedern des Gemeinderats und anderen freiwilligen Helfern bestehen. Außerdem bat Schneider, die Restschuld des Fördervereins bei der Gemeinde noch etwas zu stunden.

"Genaueres Bild machen"

3. Bürgermeister Stefan Steger hatte sich über das Freibad schon Gedanken gemacht und festgestellt, dass die Einnahmen während der Saison gerade mal die Energiekosten decken. Er sah bei der Erhöhung des gemeindlichen Beitrags kein Problem. 2. Bürgermeister Richard Leißner schlug vor, die Entscheidung aufzuschieben, um sich ein genaueres Bild zu machen.
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