Eine Saison so rund wie der Ball

Spartenleiterin Ingrid Renner (links) und ihr Stellvertreter Norbert Nagelschmidt (rechts) beglückwünschen Kathrin Kölbel (200 Spiele) und Frank Langner (300 Spiele) für ihre absolvierten Einsätze im Trikot des ASV Schwend (Lisa Fenk (100 Spiele) war verhindert. Bild: ndt

Friede, Freude, Eierkuchen beim Saisonabschluss der Schwender ASV-Volleyballer. Bis auf einen kleinen Wermutstropfen: Die Sparte sah sich zum 50-jährigen Vereinsbestehen bei der Präsentation der Chronik zu kurz gekommen.

Zum Saisonabschluss 2014/15 im Gasthaus Halk in Ödhaag freute sich Spartenleiterin Ingrid Renner über den Besuch von Aktiven und Ehemaligen ebenso wie über den von Spartenfunktionären, Trainern und Partnern.

Erst überzeugend

Zum Punkt Berichte aus den Mannschaften begann Frank Langner mit Infos zum Verlauf bei den Männern: Noch am Nachmittag standen sie in Miltach zum Relegationsspiel um den Bezirksligaaufstieg in der Halle. Nach einem überzeugenden ersten Satz führte das Team verdient mit 1:0. Miltach schien überrascht vom frischen Auftreten der Schwender. Doch Abstimmungsfehler in der Abwehr und im Angriff bescherten Miltach die zwischenzeitliche 2:1-Führung nach Sätzen.

Im vierten Satz dominierte der ASV das Spiel, führte zwischenzeitlich gar mit 24:12, ließ die Gegner aber noch auf 24:19 herankommen ehe man den Satz beendete. Möglicherweise war dies auch der Knackpunkt, der Miltach in der entscheidenden Phase nochmal Aufwind bescherte. Am Ende hieß es 3:2 für die Gastgeber, die nun in die Bezirksliga aufsteigen.

Langner betonte, dass es trotz Niederlage ein schönes Spiel war. Angesichts des minimalen Trainingsaufwands - viele Spieler sind aufgrund beruflicher und privater Verpflichtungen oft nur zu den Spieltagen auf dem Feld - ist ein dritter Platz in der Liga und eine knapp verlorene Relegation eine doch zufriedenstellende Saisonleistung.

Martin Schötz gab einen Einblick in den Verlauf bei den Damen II: Einer guten Vorbereitung folgten im Herbst erste Erfolge beim Kreispokal (Platz 2) und damit der Teilnahme am Bezirkspokal in Vohenstrauß. Mit fortschreitender Saison machte sich, laut Schötz, jedoch der Trainingsrückstand einiger Spielerinnen bemerkbar, was zu eigentlich vermeidbaren Niederlagen in der Kreisliga führte. Drei der Damen II waren bereits im Studium in Ansbach und Sigmaringen - sie konnten daher nur unzureichend trainieren. Mehrere Aktive erwischte zudem in den Wintermonaten die Grippewelle. Sie waren zum Teil einige Wochen außer Gefecht. Am Ende erreichte das Team Platz fünf in der Kreisliga, dank eines überzeugenden Doppelsiegs am letzten Spieltag in der Birglandhalle.

Schötz ehrte seine Trainingsfleißigsten - Jessica Mutzbauer mit 93, Kerstin Lautenschlager mit 78 und Verena Utz mit 70 Prozent Beteiligung - mit einer kleinen Aufmerksamkeit und dankte der kompletten Mannschaft für das Durchhalten in der schwierigen Saison.

Künftig dritte Mannschaft

Im Ausblick auf 2015/16 kündigte er an, dass er künftig die Geschicke der dritten Mannschaft als Trainer leiten wird. Sein Amt in der Zweiten übernimmt ab sofort der ehemalige ASV-Herren-Spieler Marek Donten.

Saisonziel erreicht

Trainer-Urgestein Herbert Hubner folgte mit dem Bericht der Damen I: Die erste Mannschaft musste sich nach dem Aufstieg in die Bezirksliga erst in der höheren Spielklasse zurechtfinden. Erfolgen im Bezirkspokal folgte am dritten Spieltag der erste Sieg in der Liga (3:0 gegen den TB/ASV Regenstauf). Im Januar und Februar hatten die Damen vier Wochenenden in Folge Spieltage zu bestreiten. Man bezwang in der Saisonschlussphase den späteren Meister VC Schwandorf in der Oberpfalzhalle mit 3:2, den Tabellenzweiten Hahnbach in Schwend mit 3:2 sowie den SC Ettmannsdorf, der sich lange in der Spitzengruppe halten konnte.

Die Mannschaft lag am Ende auf Rang sechs - und damit im gesicherten Mittelfeld: "Das Saisonziel Klassenerhalt war also erfüllt", bilanzierte der Sprecher. 2015/16 geht die Hubner-Truppe mit einigen Veränderungen an den Start. Verena Maderer, Birgit Neiswirth und Melanie Aust verlassen aus persönlichen Gründen die Mannschaft, mit Cornelia Wedel stößt eine Ehemalige zum Team.

Den Bericht der Damen III trug Trainerin Ursula Melzer vor. Das Team war vergangene Saison neu angemeldet worden, spielte demzufolge in der Kreisklasse Nord. Sie wurde sechste von neun Mannschaften. Melzer betonte, wie stolz sie auf ihre jungen Mädels ist, da sie neben der Kreisklassen-Saison auf zahlreiche Erfolge zurückblicken können: Die Damen III stellte mit der Damen II die A-Jugend, die im Spielbetrieb ungeschlagen ohne Satzverlust Kreisrunden-Meister wurde. Auch die D-Jugend sicherte sich mit nur einer Niederlage den Kreismeistertitel.

Etwas kürzer treten

Und dann war noch Lisa Kölbel zu erwähnen, die heuer unter Melzers Führung zunächst in die Oberpfalz- und nun auch in die Bayernauswahlmannschaft berufen wurde. Melzer selbst will nach der ereignisreichen Saison - sie betreute neben den Damen III, auch die C- und D-Jugend und unterstützte bei den E-Jugend-Spieltagen - künftig etwas kürzer treten und gibt das Damenteam an Ex-Damen II- Coach Martin Schötz ab.

Die Freizeitmannschaft "S.O.S." leidet nach wie vor Spielermangel - in der Saison belegte man Rang sieben in der Freizeitliga. Ingrid Renner dankte allen Unterstützern für das teils sehr kurzfristige Einspringen.
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