Einen Generationswechsel gab es an der Spitze der Sorghofer Wehr. Zum neuen Kommandanten wurde Emanuel Gonzales gewählt. Er tritt die Nachfolge von Günter Siegert an, der dieses Amt sechs Jahre lang bekleidete und zuvor zwölf Jahre lang stellvertretender
Alles hört auf Emanuel Gonzales

Die Aktiven der Sorghofer Feuerwehr wählten eine neue Führung (stehend von links): Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kassier Helmut Weiß, der neue Jugendwart Daniel Ritz, der scheidende Kommandant Günter Siegert, Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Kreisbrandmeister Christof Strobl und Kreisbrandinspektor Karl Luber; sitzend (von links): Schriftführerin Melanie Dorner, der neue Kommandant Emanuel Gonzales, 2. Kommandant Alexander Jitschin und Vorsitzende Christine Krause. Bild: er
Kommandant war.

(er) Groß war die Mehrheit, die bei der Dienstversammlung im Schützenheim für Gonzales gestimmt hatte. Alexander Jitschin wurde als stellvertretender Kommandant im Amt bestätigt. Bürgermeister Hans-Martin Schertl sprach von einem Glücksfall für die Sorghofer Wehr. Gonzales bestellte in seiner ersten Amtshandlung Daniel Ritz zum neuen Jugendleiter. Dieses Amt hatte er bisher selbst mit viel Engagement ausgefüllt.

Vorsitzende Christine Krause beleuchtete bei der Hauptversammlung die Aktivitäten des Feuerwehrvereins. "Ob kirchliche Feste, Jubiläen, Ausflugsfahrten oder gesellschaftliche Festivitäten, die Feuerwehr ist stark im Dorfleben verankert", bilanzierte sie. Sie schloss mit den Worten: "Nur gemeinsam sind wir stark."

Gegen Beitragserhöhung

Kassenwart Helmut Weiß zeichnete ein positives Bild von der Finanzlage. Trotz Zuzahlung zur Neuanschaffung des Mehrzweckfahrzeugs sei ein kleiner Jahresüberschuss erarbeitet worden. Dies sei in besonderer Weise auf Spenden und Erlöse aus diversen Festen zurückzuführen. Eine angedachte Erhöhung des Jahresbeitrags von sieben auf zehn Euro lehnten die Mitglieder bei der Versammlung ab. Schriftführerin Melanie Dorner ging in ihrem Bericht auf den Jahresablauf ein, mit dem auch die Vereinschronik fortgeschrieben wird.

Der scheidende Jugendwart Emanuel Gonzales berichtete über seine Nachwuchsgruppe und deren Aktivitäten. Die sechs Jungen und zwei Mädchen absolvierten neben den wöchentlichen Übungen einen 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag. Den Wissenstest bestanden mit Bravour Daniel Ritz und Sofie Feuerer.

In seinem letzten Bericht als Kommandant sprach Günter Siegert von 347 Einsatzstunden, wobei pro Einsatz zehn bis zwölf Mann aktiv waren. Einige Übungen wurden abgehalten. Nach 18 Jahren als Kommandant, davon zwölf als Stellvertreter, stellte er sich nicht mehr zur Wahl.

Stellvertretender Kommandant Alexander Jitschin erörterte den Verlauf der Ersatzbeschaffung von Mannschaftstransportwagen (MTW) und mittlerem Löschfahrzeug (MLF). Dazu war 2013 ein Planungsteam eingerichtet worden. Bereits im November 2014 wurde der MTW übergeben, das Fahrzeug ist seitdem im Einsatz. Mit der voraussichtlichen Auslieferung des MFL im Oktober geht die anstrengende Arbeit des Planungsteams zu Ende.

Geld bestens angelegt

Bürgermeister Schertl fand lobende Worte für die Arbeit der Vorsitzenden Christine Krause. Sie sei der Motor der Wehr und verstehe es glänzend, die Mitglieder zu mobilisieren und somit ein aktives Vereinsleben zu gestalten. Die Feuerwehr stehe auf einer guten finanziellen Basis und sei somit für die Zukunft gerüstet.

Zur Ersatzbeschaffung bemerkte das Stadtoberhaupt, dass keine andere Feuerwehr im Landkreis so kurz aufeinander zwei neue Fahrzeuge erhalten habe. Schertl sah ebenso wie der gesamte Stadtrat die Anschaffungskosten in Höhe von 250 000 Euro bestens angelegt und die Wagen als weitere Garanten für den städtischen Feuerschutz.

Kreisbrandrat Fredi Weiß würdigte das in Sorghof praktizierte harmonische Miteinander der Aktiven mit dem Verein. Wichtig müsse bleiben, dass neben den vielen Posten im Ortsleben auch Zeit für die Wehr bleibe. Dem scheidenden Kommandanten Günter Siegert dankte er für die geleistete Arbeit.
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