Einer geht, einer muss gehen

Ein nachdenklicher Thomas Adler (links): Am Donnerstag wurde er bei der DJK Ammerthal als Trainer entlassen. Markus Kipry (rechts) von der DJK Gebenbach ging aus eigenen Stücken. Bilder: Ziegler

Für die Landesliga-Trainer im Kreis Amberg Sulzbach war es keine gute Woche: Bei der DJK Ammerthal und der DJK Gebenbach gab es Trainerwechsel. Der eine musste gehen, der andere ging von selber.

Weiden. (ref/lst/kap) Der Bayernliga-Absteiger aus Ammerthal liegt in der Landesliga Mitte punktgleich mit 40 Zählern mit dem SV Etzenricht auf Platz zwei - deswegen kam die Entlassung von Trainer Thomas Adler schon überraschend. Allerdings, und das waren die Hauptgründe, ließ die DJK-Elf in dieser Saison bislang leistungsmäßig die nötige Konstanz vermissen. Es waren viele Höhen, aber auch Tiefen zu verzeichnen - so vor allem in den letzten sechs Partien, in denen es lediglich zwei Siege und zwei Remis bei zwei Niederlagen gab.

Besonders bitter war dabei der Auftritt beim 0:3 am Wochenende bei der SpVgg Osterhofen, bei dem die Niederbayern der schwachen DJK eine Lehrstunde erteilt hatten und es mit den drei Gegentreffern noch gnädig machten.

Der Absturz der Gebenbacher in den letzten Wochen ließ einen Trainerwechsel fast vermuten. Markus Kipry zog in dieser Woche ebenfalls die Konsequenzen, wie am Donnerstag bekannt wurde. Schon am Samstag nach dem Remis gegen den SV Mitterteich, hatte er gegenüber Sportvorstand Franz Wittich seinen Rücktritt erklärt, am Dienstag informierte er die Spieler. "Das ist eine Entscheidung, die mir sehr schwer gefallen ist. Denn seit ich in Bayern bin, seit zehn Jahren, bin ich bei der DJK Gebenbach. Als Spieler und als Trainer", erklärte Kipry. "Jetzt muss einer kommen und sie wachrütteln", erklärte der 41-Jährige. Bis zur Winterpause trainiert "Co" Jens Matthies das Team, danach soll ein neuer Übungsleiter präsentiert werden.

Überhaupt keine Trainersorgen hat Fortuna Regensburg (1./42) - die Mannschaft der Stunde. Nach eher durchwachsenen Saisonauftakt steigerte sich das Team von Helmut Zeiml und ist seit nunmehr zehn Runden ungeschlagen. Die Tabellenführung sollte am Wochenende in keinster Weise in Gefahr geraten. Kaum zu glauben, dass Aufsteiger DJK Gebenbach (15./19) die Mittel aufbringt, die Erfolgsserie der Hausherren zu beenden. Einen 4:1-Sieg ähnlich der Vorrunde kann sich der Gast getrost abschminken.

Keine Mühe hatte der SV Etzenricht (3./40) sich vor Wochenfrist in Kelheim mit 4:1 durchzusetzen. Damit befindet sich die Mannschaft in einer komfortablen Ausgangslage. Diese gilt es nun, nicht fahrlässig aufs Spiel zu setzen. Allerdings gastiert mit Neuling TSV Kareth (9./28) ein äußerst unangenehmer Gegner. Dass sich dieser auch in der Fremde zu wehren weiß, verdeutlichen vier Siege und zwei Punkteteilungen. An einen Spaziergang brauchen die Hausherren gar nicht zu denken.

Mit einem blauen Auge kam der SV Mitterteich (13./25) davon. Erst in der Nachspielzeit kamen die Stiftländer, trotz Unterzahl, bei der DJK Gebenbach zum Ausgleich. Eigentlich in der momentanen Situation viel zu wenig. Der Vorsprung zum Relegationsplatz beträgt damit nur mehr vier Punkte. Das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen den TSV Waldkirchen (7./32) sollte unbedingt gewonnen werden, damit wieder etwas Ruhe einkehrt. Ungern erinnern sich die Hausherren an das Hinspiel. Zwei Eigentore besiegelten damals die unglückliche 1:2-Einbuße. "500 Kilometer waren für die Katz", ärgerte sich SV-Vorsitzender Roland Eckert nach der Partie. Der SC Ettmannsdorf (6./33) scheint sich auf Punkteteilungen spezialisiert zu haben. Aus den letzten drei Spielen gab es zwei, mittlerweile stehen sechs zu Buche. Auch das Heimspiel gegen Bad Abbach (10./27) deutet auf ein Remis hin.
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