Einig gegen dunkle Wolken

Das ist das stolze diesjährige Oberkirwapaar: Susanne Kausler und Dominik Seidler.

Die Letzten gingen am Samstag früh um sechs Uhr heim. Eine Stunde später brachen die Kirwaboum dann schon wieder zum Baumholen auf: Zur Kirwa gelten in Rosenberg andere Gesetze. Weder Kälte noch Regen können einem da den Spaß verderben.

Sulzbach-Rosenberg. (bmr) Bei durchwachsenem Wetter brachte die Brauchtumskirwa im "Dorf" wieder einmal wahre Zuschauermassen auf die Beine: Zufrieden zog der Vorsitzende der Kirwagemeinschaft Florian Kaufmann am Sonntag eine erste Zwischenbilanz: Trotz gelegentlicher Regenschauer ließen sich Einheimische und Auswärtige die Stimmung nicht vermiesen.

Zu vielfältig war das Programm für Alt und Jung, als dass man bei diesem Ereignis nicht dabei sein wollte. Nachdem sich die Kirwagemeinschaft am Freitagabend bei einer Schlachtschüssel in Siebeneichen gebührend gestärkt hatte, stand einem erfolgreichen Kirwawochenende nichts mehr im Wege. Hier wurden auch langjährige Kirwamatadoren geehrt, bei den Boum gibt es zum Zenjährigen ein Messer und für die Moila Blumen.

Am Samstagmorgen um 7 Uhr traf sich die Kirwagemeinschaft im Kettelerhaus zum Baumholen. Unter der fachlichen Anleitung von Zimmermeister Christian Weiß kam der Kirwabaum aus dem Stadtgebiet eingefahren. Nach einer ordentlichen Wald-Brotzeit bei Stadtwurst und Bier ging es zum Kettelerhaus.

Mit Musik geht alles besser

Hier putzten die Kirwaboum das Schmuckstück heraus, das "Ringeln" und das Verzieren mit Kränzen machte den Baum zum echten Hingucker. Sein Weg im Kirwazug samt Pferdegespann durchs Dorf ist jedes Jahr ein Höhepunkt.

Etwas anstrengender wurde die Vorbereitung nachmittags beim Aufstellen des Baums. Aber nach gut zwei Stunden schaffte der männliche Part den Kraftakt, bedingungslos unterstützt von den Moila, die sich mit dem Bereitstellen von Gerstensaft und kleineren Köstlichkeiten "aufopferten". Die passende Musik dazu lieferten die "Hoglbouchan".

Im Ausnahmezustand

Das Wahrzeichen der 37. Brauchtumskirwa stand, das "Dorf" war nun im Ausnahmezustand. Bei durchwachsenem Wetter unterhielten am Samstagabend die Partymusiker von "Format C" die zahlreichen Zuschauer am Festplatz. Kurzzeitige Feuchtigkeitseinbrüche konnten die Besucher nicht abschrecken.

Den Sonntag läutete ein zünftiger Frühschoppen direkt am Tanzboden ein. Sofort nach dem plötzlichen Verschwinden der Moila am frühen Nachmittag nahmen die Boum die Verfolgung auf, mit musikalischer Unterstützung der "Birgländer Musikanten". Nach und nach wurden sie in den einschlägig bekannten Orten fündig: Zuerst bei der Freiwilligen Feuerwehr, dann in der "Hölle" bei Getränke-Wollnik und im Café Fischer. Nach dem "Auslösen der Moila" gab es spontane Tanzrunden direkt vor den Wirtshäusern. Aber dann eilte alles zum Podium, wo eine begeisterte Menschenmenge die Paare empfing. Nach langem Tanz klingelte der Wecker, das neue Oberkirwapaar Susanne Kausler und Dominik Seidler fiel sich überglücklich in die Arme. Sie holten sich die Insignien vom Baum, nahmen die Glückwünsche entgegen und stürzten sich in eine lange Kirwa-Nacht. Abends sorgten die "Alfelder Musikanten für Stimmung am Festplatz.
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