Einige Dörfer außen vor

Fast eine Million Euro Fördergelder fließen in den Breitbandausbau in der Gemeinde Illschwang. Viel Geld, von dem nicht alle Bürger profitieren. Eine Chance für sie bietet ein weiterer Antrag nach der ersten Ausbauphase.

Zum 30. Dezember 2014 erfolgte die Eröffnung von zwei Angeboten für den Breitbandausbau. Den Zuschlag erteilte der Gemeinderat am Dienstagabend der Deutschen Telekom, Die Entscheidung fiel hinter verschlossenen Türen.

Im öffentlichen Teil der Ratssitzung im Gasthaus Schmidt in Aichazandt freute sich Bürgermeister Dieter Dehling, dass alle vorgesehenen Kabelverzweiger ausgebaut werden. Enthalten sei auch die Verbesserung der Internetverbindung für Götzendorf und Bachetsfeld. Bei der letzten Besprechung zu dieser Thematik war der Anschluss dieser Orte noch nicht endgültig geklärt.

Christian Braun vom Breitbandberatungszentrum in Neumarkt sprach von 15 Kabelverzweigern, die in der Gemeinde vorgesehen sind. Alle würden mit einem Multifunktionsgehäuse überbaut. Bachetsfeld bekomme einen neuen Verzweiger; Götzendorf werde über einen Strang von Ursensollen und Kotzheim her angebunden.

Die Gemeinde Illschwang könne mit einem Förderbetrag von maximal 930 000 Euro rechnen. Bei einer Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden kämen noch einmal 50 000 Euro hinzu. "Der Gemeinderat hat rasch auf die Offensive der Staatsregierung reagiert und die Angelegenheit zügig vorangetrieben", lobte Braun.

Vertragsabschluss im April?

Er rechne Mitte April mit einer Vertragsunterzeichnung. Erforderlich sind dazu noch die Zustimmung des Breitbandzentrums in Amberg und der Bundesnetzagentur. Anschließend solle innerhalb von zwölf Monaten der Ausbau laufen. Im Frühjahr 2016 könnten viele Gemeindebürger davon profitieren, war Bürgermeister Dehling zuversichtlich.

Nachrüstung angepeilt

Allerdings bleiben noch einige Ortschaften in der Gemeinde außen vor, und zwar jene, deren Hausanschlüsse etwa fünf Kilometer von einem Kabelverzweiger entfernt sind. Vor allem Gemeinderätin Elke Pirner setzte sich für diese Orte ein. Bürgermeister Dehling sprach sich dafür aus, nach dem jetzigen Ausbauabschnitt für die übrigen Ortschaften einen weiteren Antrag einzureichen und nachzurüsten. Auch Braun sah darin eine Chance, die unbefriedigende Situation für die Betroffenen zu verbessern.

Der Leiter der Verwaltungsgemeinschaft, Siegfried Holler, beurteilte die eröffneten Angebote zum jetzigen Zeitpunkt als die optimale Lösung. Es bleibe Spielraum, um nach einem Jahr auch für die schwierigen Bereiche eine Lösung zu finden.
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