Einkaufsmarkt heiß ersehnt

Der Gemeinderat forciert die Ausweisung eines Mischgebietes und damit die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes in Etzenricht. Doch es gibt noch einige Einwendungen von Behörden.

Etzenricht. (war) Bürgermeister Martin Schregelmann hatte am Donnerstagabend eigens zur Sondersitzung geladen, um die Bauleitplanung für das Projekt "Festplatz" zu behandeln. Alle Fraktionen untermauerten, dass sie geschlossen hinter einer möglichst raschen Umsetzung stehen. Entsprechend klar - mit 13:0 - wurden auch die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes zur 1. Änderung, die Aufstellung eines Bebauungsplanes mit dem Titel "Am Festplatz" im Parallelverfahren sowie die Billigungs- und Auslegungsbeschlüsse im Rat abgesegnet.

Dass die Einwohner hinter dem Projekt stehen, war bereits bei der themenorientierten Bürgerversammlung deutlich geworden. VG-Geschäftsleiter Claus Hellbach bestätigte, dass bisher keine Einwendungen der Bürgerschaft eingegangen seien. Er erläuterte im Detail die Stellungnahmen und Einwendungen aus der Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange. Sowohl für den Flächennutzungs- als auch den Bebauungsplan sprach Hellbach von "mehr oder weniger umfangreichen und brisanten Punkten", die abwägungsrelevant seien.

So fordere die Untere Naturschutzbehörde eine Ausweitung der bereits getroffenen Maßnahmen, wie die Ausweisung von speziellen Biotopflächen für die unter Artenschutz stehende Zauneidechsen-Population. Soweit erforderlich werde die Gemeinde den Anforderungen entsprechen. Auch der Wunsch der Gemeinde Weiherhammer, neben der Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern den Getränkemarkt auf 400 Quadratmetern zu reduzieren, werde berücksichtigt.

Technische Aspekte, wie Abstand zur Straße, Gebäude-Abmessungen, Infrastruktur für Strom- und Kommunikationsleitungen werden in Zusammenarbeit mit dem Architekten und dem VG-Fachbereichen modifiziert, sagte Hellbach. "Ich hoffe nun auf eine zügige Bearbeitung in den Behörden", sagte Bürgermeister Schregelmann. Denn durch die Schließung der Filiale der Metzgerei Braun habe sich die Situation vor allem für ältere, nicht mobile Bürger verschärft.
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