Einmal im Jahr zum Eisbein-Essen

Mit Eisbein (gekochte Schweinshaxe) kann Brigitte Herrmann nichts anfangen. "Mir schmeckt das nicht", erzählt die 94-Jährige. Dennoch kommt sie gerne einmal im Jahr mit den anderen verbliebenen Schlesiern in Windischeschenbach zusammen.

"Ich kann ja auch etwas anderes essen", schmunzelt die alte Dame. Die Treffen, zu denen auch Freunde aus Neustadt kommen, organisiert Hans-Dieter Herrmann, nicht verwandt und nicht verschwägert mit Brigitte. Er hat damit das Erbe des vor einigen Jahren verstorbenen Heinz Fischers angetreten, der sich viele Jahre lang engagiert hat, die Tradition der Schlesier zu bewahren. Herrmann kam 1946 in Windischeschenbach zur Welt, doch seine Eltern stammen aus Schlesien.

Das Eisbein-Essen steht zwar im Mittelpunkt der Zusammenkünfte, doch die Teilnehmer erinnern auch mit Liedern oder Gedichten an ihre Heimat. So manch einer kann sogar noch schlesisch "labern". Hermann Tilp spielt auf dem Akkordeon. Gemeinsam singt die Gruppe das Lied "Kein schöner Land" und hält sich dabei an den Händen. (mic)
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