Einsätze verlangen ganze Kraft

Nur wer seine Gerätschaften blind beherrscht, kann professionelle Hilfe leisten.

"Vor genau 364 Tagen wurde ich nach der Wahl zum Kommandanten mit der Aufgabe betraut, die Feuerwehr Auerbach im Bereich des aktiven Einsatzgeschehens zu leiten." Sven Zocher gab am Freitagabend erstmals seinen Jahresbericht ab - und der war gleich gespickt mit Einsätzen.

Zocher betonte in der Jahreshauptversammlung der Auerbacher Feuerwehr, nur als Team könne man die vielfältigen und komplexen Aufgaben einer Stützpunktwehr abdecken. Der Mitgliederstand beträgt 86 aktive Feuerwehrler. Der Ausbildungsplan war straff. 18 Gruppen- und Zugübungen hielten die Kameraden unter der Leitung der Löschmeister ab. Beim Ausbildungstag konzentrierte man sich auf den Bereich Chemieschutz.

Digitalfunk üben

Drei Funkübungen, im Verbund mit einem Teil der Ortsteilwehren, gab es 2014 noch im altbewährten Ablauf. "Mit Sicherheit wird sich nach Einführung des Probebetriebs Digitalfunk einiges ändern. Hier werden Sonderübungen, die rein auf den Umgang mit Digitalfunkgeräten und deren Einsatzmöglichkeiten basieren, stattfinden."

Zocher appellierte an die Aktiven, die angebotenen Sonderübungen Digitalfunk anzunehmen, damit der Umgang mit der Technik verinnerlicht werden kann. Die Fachabteilung Kommunikation und Führung unter der neuen Leitung von Norbert Menzel kam viermal zu Übungen mit den Gruppenteilnehmern zusammen, zusätzlich trifft man sich im kleineren Kreis, um die Einsatzpläne zu aktualisieren oder neue Konzepte wie etwa für Unwetterlagen oder Personensuche in Auerbach und Umgebung vorzubereiten. Als "Speerspitze", nicht nur im Brand- oder Chemieeinsatz, bezeichnete Zocher die "Atemschutzler".

Beherztes Vordringen

Nur durch das beherzte Vordringen im Innenangriff sei ein optimaler Einsatzerfolg zu gewährleisten. Unter der neuen Leitung um Philipp Lindner, Markus Sporrer Markus, Hubert Türmer und Markus Held wurden elf allgemeine Atemschutzübungen abgehalten. Die Maschinisten leisteten die meisten Ausbildungs- und Übungsstunden. Mit der neuen Drehleiter musste ebenfalls viel geübt werden.

Vorbildliche Jugend

Als wichtigsten Teil der Feuerwehr bezeichnete der Kommandant die Jugend: 27 Übungen wurden hier abgehalten, dazu einige Freizeitveranstaltungen. Den vorbeugenden Brandschutz, ein fester Bestandteil bei der Feuerwehr Auerbach, koordinierte Harald Schmidt. Zum Beispiel beim Besuch der Kindergärten, bei denen schon frühzeitig wichtige Brandschutz- und Sicherheitsthemen den Kindern spielerisch näher gebracht werden. Die Grundschule besuchte die Feuerwehr beim Sachkundeunterricht.

Brandschutzbegehungen im Zuge der Einsatzvorbereitung bei Gebäuden, all das gehörte zum Themenblock. Zusätzlich gab es noch spezielle Schulungen wie das richtige Führen von Motorsägen oder Tragen von Chemikalienschutzanzügen.

Starke Ausbildung

Zocher: "In Summe wurden im vergangenen Jahr 4119 Stunden in die Aus- und Weiterbildung investiert. Nur wer seine Gerätschaften blind beherrscht, kann professionelle Hilfe leisten." Der Kommandant erinnerte an das vielfältige Einsatzspektrum, das von einer eiligen Türöffnung über Personenrettungen über die Drehleiter, Verkehrsunfälle, Personensuche, Tierrettung, Brandmeldealarm, Gasaustritt im Industriegebiet bis hin zu Gebäudebränden lag. Auch Sicherheitswachen und Verkehrsregelungen waren, bedingt durch die 700-Jahr-Feiern - mehr zu leisten. Allein dafür wurden rund 570 Stunden geleistet, koordiniert von Helmut Lauss.
Weitere Beiträge zu den Themen: Auerbach (9490)Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.