Einsatz oft im Verborgenen

Generationen von Schülern, Patres und Brüdern danken Ihnen für Ihren Einsatz.

Lange nicht mehr waren so viele Gläubige in der Fockenfelder Hauskapelle wie am vergangenen Sonntag: Im Mittelpunkt eines Festgottesdienstes stand das 60-jährige Wirken der Mallersdorfer Schwestern.

Viele Besucher mussten die Feier stehend verfolgen, weil sie keinen Sitzplatz mehr fanden. Unter den Gästen waren auch Generaloberin Jakobe Schmid vom Mutterhaus in Mallersdorf, Schwestern aus Tirschenreuth und Marktredwitz sowie Ordensangehörige, die früher in Fockenfeld tätig waren. Gekommen waren außerdem mehrere ehemalige Schüler, die vor 60 Jahren in Fockenfeld die Schulbank drückten.

"Herausragende Arbeit"

"Willkommen in der Heimat", sagte Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr an die Adresse von Pfarrer Thomas Eckert, einem gebürtigen Konnersreuther. Der Geistliche von der Pfarrei St. Konrad Regensburg hat vor 25 Jahren in Fockenfeld sein Abitur gebaut. Hausoberer Bruder Markus Adelt würdigte gleich zu Beginn des Gottesdienstes die Verdienste der Mallersdorfer Schwestern: "Sie leisten herausragende Arbeit in der Hauswirtschaft, in der Küche, im Sekretariat, in der Pforte, bei der Pflege der Blumen und im Garten und nicht zu vergessen bei der Sorge um die Schüler und Patres." Und weiter: "Ich danke Ihnen für den jahrzehntelangen Einsatz, der oft unscheinbar und im Stillen geschieht."

Lampenfieber

"Wenn mich der Heimatpfarrer ruft, dann komme ich gerne", betonte Pfarrer Thomas Eckert. "Für mich ist es heute ein Heimspiel, ich habe mich darauf gefreut und freue mich über eine voll besetzte Hauskapelle." Zu Beginn seiner Predigt räumte Pfarrer Eckert ein, dass er trotz seiner fast 20-jährigen Tätigkeit als Priester noch etwas Lampenfieber habe, wenn er in der Heimat - noch dazu als ehemaliger Fockenfelder - predigen dürfe.

Pfarrer Eckert thematisierte das Gleichnis vom Brückenbau. Es sei leicht, Brücken aus Stahl und Beton zu bauen - der Brückenbau bei den Menschen sei jedoch schwierig. Gerade Jesus sei es gewesen, der durch sein Wirken Brücken zu den Menschen gebaut habe. "Jesus setzt auf menschliche Größe, die sich in seiner Zuneigung zu uns Menschen zeigt. Wahre Größe zeigt sich nicht im Herrschen, sondern im Dienen." Dies gelte vor allem dann, wenn sich jemand uneigennützig in den Dienst für andere Menschen stelle. Das Fockenfelder Schlossfest bezeichnete der Geistliche auch als "Brückenfest", denn es bilde eine Brücke zwischen den ehemaligen und heutigen Schülern. Dank zollte er den Mallersdorfer Schwestern, die viel zum Aufbau der Spätberufenenschule beigetragen hätten. "Generationen von Schülern, Patres und Brüdern danken Ihnen für Ihren Einsatz, Ihre Arbeit geschieht oft im Stillen." An dieser stelle brandete Beifall im Gotteshaus auf.

Engagement lohnt sich

Pfarrer Thomas Eckert erinnerte weiter an sein Abitur vor 25 Jahren. "Es gab oft schöne Momente, aber auch Augenblicke, in denen alles hinterfragt wurde", so Eckert. "Aber ich wollte das." Erfreut zeigte sich der Geistliche, dass heuer wieder elf neue Schüler an die Spätberufenenschule gekommen seien. "Fockenfeld verlangt etwas, aber euer Einsatz lohnt sich, glaubt es mir", gab er den Schülern mit auf den Weg. "Ohne Fockenfeld stünde ich heute nicht hier. Ich bin froh und dankbar, dass mir Fockenfeld diese Möglichkeit gegeben hat." Pfarrer Eckert beendete seine Predigt mit einem "Vergelt's Gott" an alle, die in Fockenfeld Dienst tun.

Die Gestaltung des Gottesdienstes hatte der Konnersreuther Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Schraml übernommen. Im Anschluss stieg das Fockenfelder Schlossfest (Bericht folgt).
Weitere Beiträge zu den Themen: Fockenfeld (376)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.