Einstellungssache

Die Expertenrunde mit (von links) Wolfgang Spöckner, Ausbildungsberater bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Ralf Kohl, Bereichsleiter Buchhaltung, Industrie- und Handelskammer Regensburg, Winnie Hauser, Automaten-Technik-Baumann, Florian Rieder, Leiter Geschäftsstelle Weiden der IHK Oberpfalz/Kelheim, Franz Kiener, Agentur für Arbeit, und Dr. Thomas Freiling, Projektgruppenleiter Forschungsinstitut Betriebliche Bildung, sprachen mit den Teilnehmern des Workshops. Bild: bey

Ein Dilemma: Viele Lehrstellen bleiben unbesetzt. Zugleich finden viele Schulabgänger aber keinen Ausbildungsplatz. Über Lösungsansätze diskutierten nun Experten.

Luhe-Wildenau. (bey) Immer mehr Unternehmen können ihre freien Ausbildungsplätze nicht besetzen. Laut einem kürzlich veröffentlichten Berufsbildungsbericht blieben im Jahr 2014 bundesweit rund 37 100 Ausbildungsplätze unbesetzt. Zunehmend wird es aber auch für Jugendliche mit Startschwierigkeiten und geringeren Chancen auf dem Ausbildungsmarkt schwerer einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Bei einem Treffen von regionalen Netzwerkpartnern aus Kammern, Bildungsunternehmen, der Agentur für Arbeit, Betrieben und kommunalen Verwaltungen in der Automaten-Technik-Baumann (Oberwildenau) wurden Erfahrungen über Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche mit schlechteren Chancen sowie Strategien zur besseren Nutzung der Potenziale dieser Auszubildenden gesprochen.

Dieser Workshop wurde vom Forschungsinstitut für Betriebliche Bildung mit der Industrie- und Handelskammer Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz und der Agentur für Arbeit in Weiden organisiert. Gastgeber war eben die Firma Baumann.

Es stellte sich heraus, dass die Probleme regional unterschiedlich ausgeprägt sind. Denn auch das Angebot ist von Ausbildungsplätzen und der Nachfrage nach Auszubildenden von unterschiedlichen Faktoren wie wirtschaftliche Lage, Branchen-, Beschäftigungsschwerpunkte abhängig. Deshalb sind nach den Erkenntnissen der Expertenrunde und der Gesprächsteilnehmer regionalspezifische Lösungen bei der Besetzung der noch verfügbaren Ausbildungsplätze gefragt.

Winnie Hauser von der gastgebenden Firma nannte es eine Herausforderung, freie Ausbildungsplätze zu besetzen. Es zeigt sich aber, dass das Bewerberangebot, vor allem in ländlichen Bereichen, rückläufig ist, sagte sie. Seitens Automaten-Technik-Baumann wurde deutlich, dass bei einer Bewerbung die Persönlichkeit des Auszubildenden vorrangig ist, und erst in zweiter Linie auf die Qualifikationsnachweise geachtet wird.
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