Einvernehmen auf ganzer Linie

Die Neuverschuldung steigt, doch investiert wird in Projekte, die zukunftsweisend sind: Baugebiet, Wasserversorgung, Straßenbau und Breitband. Der einstimmig verabschiedete Etat 2015 umfasst ein Volumen von 15 Millionen Euro - 2,3 Millionen mehr als im Vorjahr - und soll einiges bewegen.

Pfreimd. (cv) Kämmerer Richard Hösl ließ in diesem Jahr bei der Präsentation im Gremium seinem jungen Kollegen Christian Hechtl den Vortritt.

Hechtl beleuchtete in seiner "Feuertaufe" zunächst den Verwaltungsetat, den laufenden Betrieb der Kommune: Er umfasst heuer 9 901 460 Euro, das ist ein Zuwachs von 763 750 Euro. Von ihm soll stets ein "Pflichtteil" in den Topf "Investitionen" fließen. 384 000 Euro müssten es sein, 765 000 Euro sind es. Die Stadt verfügt über eine freie Finanzspanne von 350 000 Euro. Erfreulich ist, dass laut Hechtl auch in den nächsten drei Jahren eine Zuführung möglich sein wird. Zur Erinnerung: Im Vorjahr war umgekehrt eine Finanzspritze aus dem Vermögens- in den Verwaltungshaushalt erforderlich, um die laufenden Ausgaben auszugleichen. Doch um die Projekte des Jahres 2015 zu finanzieren, reicht die Zuführung natürlich nicht aus. Zur Deckung der Lücke von 2,4 Millionen Euro werden 980 000 Euro aus den Rücklagen entnommen. Sie schmelzen zum Jahresende von 1 396 000 auf 416 000 Euro ab. Die verbleibende Deckungslücke von 1 515 000 Euro muss über Kredite geschlossen werden - wobei allein 700 000 Euro in das neue Baugebiet an der Nabburger Straße fließen.

993 Euro pro Kopf

Der Schuldenstand steigt bei 5368 Einwohnern von 4 387 000 im Jahr 2014 auf 5 518 244 Euro, die Pro-Kopf-Verschuldung von 778 auf 993 Euro (inklusive PV-Anlagen von 818 auf 1030 Euro). Die Nettoneuverschuldung liegt nach Abzug der Tilgungsanteile bei 1 130 000 Euro. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn auch alle geplanten Projekte in diesem Jahr realisiert werden können.

Dann zum Investitionshaushalt: Er beläuft sich auf 5 058 000 Euro, also 1 431 900 mehr als im Vorjahr. 3,396 Millionen Euro fließen in Baumaßnahmen, 988 000 Euro in den Vermögenserwerb. Günstig wirkt sich auf der Einnahmenseite das weiterhin gute Niveau bei den Realsteuereinnahmen und eine deutlich gestiegene Schlüsselzuweisung auf 773 000 Euro - das ist ein Zuwachs um 116,5 Prozent - aus.

Auf der Ausgabenseite machen sich die geringere Umlagekraft (Rückgang von 4 758 148 auf 4 138 233 Euro) und die Senkung der Kreisumlage um 337 000 Euro auf 1 933 000 Euro (14,5 Prozent) positiv bemerkbar. Im Stellenplan steht eine Mehrung um 0,3 Personen. Die Personalausgaben steigen um knapp 140 000 Euro von 1 593 020 auf 1 732 700 Euro. Das sind 8,77 Prozent.

Viel Geld für Kinder

Die Einkommensteuerbeteiligung liegt dank der guten Konjunktur leicht steigend bei 2,4 Millionen Euro. Bei den kostenrechnenden Einrichtungen schlagen die Kindergärten mit 702 340 Euro Defizit (im Vorjahr 492 380 Euro) zu Buche. Die VG-Umlage beträgt 1 148 050 (Vorjahr 1 035 550), also 10,86 Prozent mehr.
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