Einwohnerrückgang gebremst

Sehr erfreulich: Der Landkreis Neustadt hat offenbar den Bevölkerungsrückgang gestoppt. Im zweiten Quartal 2013 betrug das Minus nur noch 18 Leute.

Neustadt/WN. (ms) Zum 31. Dezember 2013 lebten in den 38 Städten und Gemeinden zwischen Eslarn und Kirchenthumbach exakt 95 447 Männer, Frauen und Kinder. Das sind die aktuellsten Zahlen, über die das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung verfügt.

Rekord im Jahr 2000

Die deutsche Wiedervereinigung 1990 bescherte dem Landkreis nach vielen mageren Jahren eine willkommene, stetige Blutauffrischung. Vor allem Zuzüge aus dem Osten führten schließlich im Jahr 2000 zu einem Einwohner-Höchststand, als die 101 000er-Marke geknackt wurde. Zum Jahreswechsel 2004/2005 sank die Zahl wieder knapp unter 101 000 Menschen.

Seitdem geht es deutlich bergab. Im Jahr 2003 verlor der Kreis 511 Personen. Zwischen 30. Juni 2005 bis 30. Juni 2006 waren es sogar minus 667. Zwischen 2003 und 2006 betrug der Aderlass 1580 Menschen, was nahezu der Größe der Gemeinde Etzenricht entspricht.

Dass jetzt die Negativ-Entwicklung wieder gestoppt wird, dafür hat Regionalmanagerin Margit Frauenreuther aus dem Landratsamt eine einfache Erklärung: die gute Wirtschaftslage. Die Unternehmen im Landkreis stellten viele qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung. "Und dann kommen auch die Zuzüge", sagt Frauenreuther. Und das Hauptargument für die Abwanderung sei nicht mehr gegeben. "Wir müssen attraktiv bleiben" - diese Strategie verfolge der Landkreis.

Blick zum Nachbarn

Nur marginale Auswirkungen auf die Bevölkerungszahl hätten dagegen die vielen Amerikaner. Für die gebe es keine Meldepflicht.

Im Nachbarlandkreis Tirschenreuth geht dagegen der Bevölkerungsschwund ungebremst weiter. Allein im zweiten Halbjahr 2013 sank die Einwohnerzahl um 227 auf nur noch 73 457. In den vergangenen 20 Jahren ist der nördlichste Kreis im Regierungsbezirk um 6600 Leute geschrumpft.
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