Einwohnerrückgang schmerzt

Bürgermeister Rupert Troppmann sieht es als Hauptaufgabe der Kreisstadt, eine attraktive Umgebung für die Familien zu bieten und Neubürger zu gewinnen. Ob und wie dies gelungen ist, schilderte er in der Bürgerversammlung.

Neustadt/WN. (kwl) Diese Veranstaltung biete den Einwohnern die Möglichkeit, sich in städtische Angelegenheiten einzumischen, unterstrich das Stadtoberhaupt im "Weißen Rössl". Es sei sein Anliegen, die Bevölkerung in die Entscheidungsfindung mit einzubinden. Troppmann würdigte das einvernehmliche Miteinander mit seinen Bürgermeister-Stellvertretern Heinrich Maier, Heribert Schubert sowie den Fraktionssprechern Josef Arnold, Achim Neupert und Gerhard Steiner. Eine Belobigung hatte er für die Stadtverwaltung mit Peter Forster an der Spitze und den Bauhof mit Chef Johannes Neumann parat.

Miteinander reden

Sicherlich habe die Kommunalwahl die Arbeit des Stadtrats im ersten Halbjahr bestimmt. In einigen Leserbriefen seien Behauptungen und Schlussfolgerungen aufgestellt worden, die einfach nicht den Tatsachen entsprochen hätten. Jeder könne seine Meinung äußern. Dies sei ein wertvolles Gut, zu dem er stehe und auch für sich in Anspruch nehme.

Ärger überflüssig

Aber er hätte sich gewünscht, den Leserbriefschreibern gerne Hintergründe oder Falschinformationen erklären zu können. Viele Irritationen hätte man vermeiden können, mancher Ärger wäre erspart geblieben.

Sehr wichtig ist dem Stadtoberhaupt die Einwohnerentwicklung. Seit 2012 zähle Neustadt 91 Bewohner weniger. Dies sei vor allem in stark rückläufigen Geburtenzahlen begründet. "Alleine durch die Differenz zwischen Sterbefällen und Geburten fehlen uns die letzten zwei Jahre 75 Einwohner." Somit seien nicht Umzug oder Wegzug das Problem.

Daher sieht es Troppmann als Hauptaufgabe, eine attraktive Umgebung für die Familien zu bieten und Neubürger zu gewinnen. Dazu gehörten die beiden Kindertagesstätten St. Joseph und St. Martin. Die Einrichtungen seien hervorragend ausgelastet. "Wir können die Unterbringungswünsche unserer Neustädter Bürger alle erfüllen", ist der Bürgermeister stolz. Zwischenzeitlich sei es schon Gewohnheit, dass den Eltern während der Ferienzeit im August eine durchgehende Betreuung der Kinder angeboten werde.

Die Grund- und auch die Mittelschule seien in ihrem Bestand gesichert, der Weiterbetrieb nicht gefährdet. Durch den Mittelschulverbund mit Altenstadt und Floß könne man jeden Zweig anbieten.

Broschüre verteilt

Für die Senioren wurde in der Kreisstadt ebenfalls etwas getan. In der Flosser Straße habe man einen "Zebrastreifen" installiert. "Wir werden diesen Überweg im nächsten Jahr mit einem weiteren Kostenaufwand von 10 000 Euro auch noch behindertengerecht ausbauen", ließ Troppmann durchblicken. Die kleine städtische Nachbarschaftshilfe durch Reinhold Hübner komme gut an.

Die Stadt verteilte in der Bürgerversammlung eine 15-seitige Broschüre. Sie informiert über alle Investitionen. "Diese wurden ohne neue Kreditaufnahmen getätigt. Die Stadt schulterte dies durch staatliche Förderungen und eigene Finanzmittel", vermeldete Troppmann.
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