Einwohnerzahl stabilisiert sich

118 statt 116 Euro: Nur leicht steigt im Haushalt 2015 der Verwaltungsgemeinschaft die Pro-Kopf-Umlage. Der Grund: Die Zahl der Einwohner der Kommunen Eschenbach, Neustadt am Kulm und Speinshart ist mit 6136 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben.

Der Haushaltsplan, den Kämmerer Karl Stopfer in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) präsentierte, liegt mit einem Volumen von 1,211 Millionen Euro um 0,82 Prozent unter dem des Vorjahres. Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind mit 406 952 Euro veranschlagt, die Ausgaben belaufen sich auf 1,131 Millionen Euro.

Das Minus von 724 048 Euro muss durch die Umlage gedeckt werden, die die drei VG-Kommunen erbringen müssen. Auf Eschenbach mit 3865 Einwohnern entfallen 456 070 Euro, auf Neustadt am Kulm mit 1154 Einwohnern 136 172 Euro und auf Speinshart mit 1117 Einwohnern 131 806 Euro.

Im Vermögenshaushalt sind Ausgaben von 80 000 Euro eingeplant: jeweils zur Hälfte für EDV-Ausstattung und Büromöbel sowie für eine Zuführung zum Verwaltungshaushalt. Das Geld dafür muss den Rücklagen entnommen werden. Diese verringern sich somit auf 125 000 Euro. Nach Vorgabe der Kommunalen Haushaltsverordnung liegt der für die VG Eschenbach relevante Mindestbetrag der Allgemeinen Rücklage bei nur 11 333 Euro.

Sollten nach Abschluss des Haushaltsjahres "Mittel übrig bleiben", kündigte der Kämmerer an, diese den Rücklagen zuzuführen. Für die nächsten Jahre sind bereits Entnahmen zwischen 20 000 und 30 000 Euro vorgesehen.

Die größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt verursachen die Personalkosten. Sie vermindern sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr von 844 000 auf 827 000 Euro. Stopfer begründete dies mit dem Wegfall von Vergütungen für Auszubildende.

"Vorsintflutliches Mobiliar"

Nach einer Pause im vergangenen Jahr sind für den Erwerb von Büromöbeln wieder 10 000 Euro veranschlagt. "Das Mobiliar ist zum Teil vorsintflutlich", erklärte VG-Vorsitzender Peter Lehr. Im Zuge der Gesundheitsfürsorge soll es daher im Zweijahresrhythmus erneuert werden. Nach derzeitigem Stand finden 2015 weder Wahlen noch Volksentscheide statt. In den beiden Vorjahren waren dafür Kosten von 8000 bis 9000 Euro entstanden.

Nach den Umlagen der Kommunen sind Landeszuweisungen in Höhe von 130 500 Euro der bedeutendste Einnahmefaktor. Die laut Zensus stark gesunkene Einwohnerzahl stabilisierte sich und führte zu einer leicht gestiegenen Zuweisung.

Sonderzahlung

Dazu trägt auch die stärkere Belegung des Eschenbacher Stadtteils Netzaberg bei. Wie in den Vorjahren erhält die VG eine Sonderzahlung für den durch den Netzaberg verursachten Verwaltungsaufwand von zur Zeit 27 400 Euro jährlich. Die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung verabschiedeten einstimmig Haushaltssatzung, Finanzplan und Investitionsprogramm 2014 bis 2018 sowie den Stellenplan der Bediensteten.

"Keine Beanstandungen": Mit dieser Aussage gab Neustadts Bürgermeister Wolfgang Haberberger das Ergebnis der örtlichen Rechnungsprüfung 2013 bekannt. Die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung stellten daraufhin die entsprechende Jahresrechnung mit 1,180 Millionen Euro fest.

"Es ist alles planmäßig verlaufen", lautete der Kommentar von Kämmerer Karl Stopfer zu 2013. Er sprach von Einnahmen, die "etwas höher als veranschlagt" erfolgt seien, und von "nicht ganz so krass ausgefallenen Ausgaben". Den Rücklagen seien daher 63 461 Euro zugeführt worden.
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