Einzigartige Dimension

Festessen im Kirchenschiff der Netzaberg-Chapel, wo später einmal Gottesdienste gefeiert werden. Die betonierten Bögen im Innenraum wirken wie Himmelspforten und sollen das Oberpfälzer Hügelland symbolisieren.

Bald ist es so weit: Die neue Kirche in Netzaberg ist so gut wie fertig. Die künftigen Nutzer und Erbauer feierten nun ein gemeinsames Baustellenfest. Das Gotteshaus weist laut Baukonzern besondere Merkmale auf.

Netzaberg. (mor) "Wir schreiben Geschichte, wer kann schon behaupten, einmal im Leben eine Kirche gebaut zu haben?", stellte Günther Hofbeck, Geschäftsführer der Firma Mickan, fest. In der Arbeitsgemeinschaft Mickan/Gross errichtet der Baukonzern die "Netzaberg Chapel".

Anstelle des Richt- wurde zum Baustellenfest in die Kirche mit der "einzigartigen Dimension" eingeladen. Projektleiter Stefan Wolf hieß dazu die künftigen Nutzer, die amerikanischen Chaplains, Vertreter der deutschen und amerikanischen Bauverwaltung, willkommen. Handwerker, Planer, Projektanten, die Objektüberwacher aus den 40 Nachunternehmern kamen im Kirchenschiff zusammen.

Hofbeck hob hervor, dass das Gebäude von weither sichtbar sei, und die ganze Masse und Größe im Innenraum mit den betonieren Bögen erst zum Ausdruck komme - dies verdeutliche die Größe Gottes. Das Gebäude bestehe im wesentlichen aus zwei Bereichen, dem Hauptkirchenschiff mit dem Gottesdienst- und Veranstaltungsbereich. Nebenbereiche wie Funktionsräume, Klassen- und Seminarräume, Verwaltung und Bibliothek liegen in den Seitenschiffen. 80 Prozent der Außenarbeiten seien abgeschlossen, parallel gehe es im Innenbereich weiter. Umsichtig handeln Polier Helmut Saalbach und seine Mannschaft, dass auch weiterhin keine Unfälle trotz der immensen Ausmaße passieren.

Im Juni 2016 soll das 12 Millionen Euro Projekt seiner Bestimmung übergeben werden. Der Chef des Stabes der US-Armee Garnison Bavaria, Oberstleutnant William Rieper, dankte allen Beteiligten für das bisherige Gelingen des Werks.

Aufgabe der Pfarrer sei es, Gott zu den Soldaten zu bringen, hob Chaplain, Oberstleutnant Jay Hearn, hervor. Der Militärgeistliche bat Gott um seinen weiteren Beistand und sprach das Gebet vor dem gemeinsamen Essen. Zu Führungen durch den Kirchenkomplex luden die Planer und Andrea Hösl von der US-Bauverwaltung ein.
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