Elf Flüchtlinge aus dem Irak bei Kötschdorf ausgesetzt
Opfer von Schleusern

Wernberg-Köblitz. Fahnder der Polizeiinspektion Waidhaus haben am Montagmorgen an der B 14 bei Kötschdorf elf Flüchtlinge aufgegriffen. Die Männer, darunter zwei Minderjährige, waren ohne Ausweispapiere. Sie wurden nach Waldmünchen zur örtlich zuständigen Bundespolizeiinspektion gebracht. Wie die Ermittlungen ergaben, haben skrupellose Schleuser die Not der aus dem Nordirak stammenden Menschen ausgenutzt und dabei kräftig verdient. Zwischen 10 000 und 24 000 US-Dollar mussten die Flüchtlinge an die Schleuser bezahlen.

Nach einem Zwischenaufenthalt bis zu sechs Wochen in der Türkei ging es auf der Ladefläche eines grünen Lkw, möglicherweise mit Kühlaufbau, quer durch Süd-Osteuropa. Vermutlich auf der B 14 fuhr der Schleuser aus Tschechien kommend in Richtung Wernberg-Köblitz. Irgendwo zwischen Wieselrieth und Kötschdorf, so vermutet die Bundespolizei, könnte der Lkw-Fahrer die elf Flüchtlinge aus dem Irak sowie einen Syrer ausgesetzt haben. Der Syrer soll nach Angaben der irakischen Flüchtlinge beim Eintreffen der Polizei geflüchtet sein. Die Bundespolizei hat die Männer mittlerweile in der Erstaufnahmeeinrichtung in Zirndorf untergebracht.

Die Bundespolizei sucht jetzt nach Zeugen. Wem sind im relevanten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im genannten Bereich der B 14 aufgefallen? Sachdienliche Hinweise an die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen unter der Telefonnummer 09972-9408-0 oder an bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de
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