Elke Pelz-Thaller zieht beim Maschinenring Zuhörer in Bann - Bauern müssen auch mal freinehmen
"Wer Weizen sät, erntet Weizen"

Landrat Andreas Meier bekommt einen Hula-Hoop-Reifen als Zeichen der Insel, auf der jeder lebt. Elke Pelz-Thaller kommt mit ihrem Reifen näher, so dass sich eine Schnittmenge ergibt. Für ihren unterhaltsamen Vortrag erntet die Referentein stürmischen Beifall. Bild: bey
Neustadt/WN. (bey) Elke Pelz-Thaller, Bäuerin, Mental- und Persönlichkeitstrainerin und Kabarettistin, beherrschte nicht nur ihr Referat "Turbo im Betrieb - Crash in der Familie" in Perfektion, sondern zog die Besucher der Mitgliederversammlung mit ihrer Mimik, Ausdrucksweise und Gestik unweigerlich in ihren Bann.

Fazit ihres Vortrages nach einer Stunde: Die Kinder sind unsere Zukunft. Es sei notwendig, dem Nachwuchs etwas Gesundes vorzuleben - mit der Gewissheit, dass dieser zu 80 Prozent dies auch annimmt. Dazu gehörten in gewissem Maß auch Eigenlob und das Wissen, Verantwortung übernehmen zu müssen.

Mit ihrem Vortrag faszinierte Pelz-Thaller die Besucher. Sie verstand es, Geschehnisse auf einem Bauernhof lebendig darzustellen. Dazu gehören auch Konfliktsituationen. Gerade darüber werde leider nicht offen gesprochen, das Verheimlichen führe zu Verlust von persönlicher Energie. Die gegenseitige Wertschätzung vergleicht die Rednerin mit dem Bestellen eines Weizenfeldes. "Wer Weizen sät, erntet Weizen. Wer seinem Gegenüber Wertschätzung erbringt, erlebt umgekehrt das Gleiche." Wer aber mit Druck arbeite, bringe seinen Partner nie auf seine Seite.

Zu ihrem nächsten Beispiel holt die Trainerin Landrat Andreas Meier zu sich. Sie legt ihm einen Hula-Hoop-Reifen um den Körper und symbolisiert damit eine Insel, in der jeder Mensch lebt. Aus dieser Insel heraus entscheide jeder Mensch nur für sich. Damit ergebe sich gleichzeitig, dass jeder Mensch für sich beanspruche, im Recht zu sein. Dann legt sich die Referentin ebenfalls einen Reifen um, nähert sich dem Neustädter Landrat und erzeugt damit eine Schnittmenge: Verständnis, fernab eines Konfliktes.

Eine klare Meinung hat Pelz-Thaller zur Freizeit auf einem Bauernhof: Freizeit ist dann, wenn man zwischendrin etwas Luft hat. Es müsse bei jedem Landwirt möglich sein, ein oder zwei Tage alles nicht so verbissen zu sehen, um nicht einmal ausspannen zu können. "Das muss kein mehrwöchiger Urlaub in der Karibik sein, nur diese kurze Zeit, um damit der Familie einen riesen Gefallen zu tun." Die Referentin baut hier geschickt die Verbindung zum Maschinenring ein, der in solchen Fällen aushelfen kann.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.