Emilie wollte nicht mehr warten

Das Glück der Familie Stefanie und Marco Dörschmidt ist jetzt mit der kleinen Emilie perfekt. Die Kleine kam an Silvester als Hausgeburt in Pleußen auf die Welt. Bild: jr

Besser hätte das alte Jahr nicht beendet und das Neue Jahr starten können. Für Stefanie und Marco Dörschmidt ging am Silvestertag ein Traum in Erfüllung. Ihre Tochter Emilie kam zu Hause in Pleußen zur Welt.

Genau um 5.52 Uhr erblickte Emilie das Licht der Welt. Vater Marco erwies seiner Frau als Hebamme wertvolle Dienste und sorgte so für eine schnelle und reibungslose Hausgeburt. Für die 26-jährige Stefanie und ihren 34-jährigen Gatten ist es das erste gemeinsame Kind. "So ein gemeinsames Erlebnis schweißt zusammen", sind beide überzeugt.

Ohne Erfahrung

Freilich war alles ganz anders geplant. Laut Berechnungen war die Geburt für den 18. Januar dieses Jahres anvisiert worden. Das junge Paar, geheiratet wurde im August vergangenen Jahres, wollte die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel gemütlich begehen, schließlich war Stefanie hochschwanger und sollte sich schonen. Plötzlich am 30. Dezember bekam Stefanie die ersten Wehen. Die Schmerzen wurden in der Nacht auf Silvester schlimmer und dann ging alles sehr schneller. Nach drei Presswehen war die kleine Emilie um 5.52 Uhr auf der Welt. "Es ging alles sehr schnell", sagte Stefanie, die freilich keinerlei Erfahrungswerte hatte: "Es ist mein erstes Kind". Vater Marco reagierte äußerst ruhig in dieser Stresssituation und ließ sich von Hebamme Frieda Schieder-Emler (Altenstadt/WN) per Telefon Tipps geben. "Sie sagte mir, wie ich die Nabelschnur abzubinden hatte". Zwischenzeitlich kamen ihm Sohn Bastian und die künftige Oma als Ersthelfer zur Seite.

Der inzwischen informierte Notarzt Dr. Wolfgang Fortelny traf mit den Rettungskräften des Roten Kreuz in Pleußen an und übernahmen die ärztliche Erstversorgung. Mutter Stefanie und Tochter Emilie wurden mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Tirschenreuth chauffiert, wo sich das dortige Team um die junge Familie kümmerte. Dort wurde festgestellt, dass die 3070 Gramm schwere und 50 Zentimeter große Emilie kerngesund ist.

Nerven nicht verlieren

Noch bis zum 4. Januar blieben Mutter und Tochter im Krankenhaus, ehe sie sich jetzt im heimischen Pleußen von der Geburt erholen. Im Nachhinein sagte Marco: "Natürlich war ich aufgeregt und nervös, aber es lief eigentlich alles ganz ruhig ab. Ich wusste, ich darf die Nerven nicht verlieren". Mutter Stefanie schwärmt noch eine Woche nach ihrer Entbindung von der Geburt ihrer Tochter, "es lief für mich alles so problemlos ab". Marco und Stefanie sind sich sicher, dass dieses einmalige Erlebnis sie als junge Familie noch enger zusammenschweißen wird. "Diese Erinnerungen bleiben, die nimmt uns keiner mehr". Seit Sonntag ist die junge Familie in Pleußen wieder vereint. Dank zollen sie Dr. Fortelny, den Rettungskräften und den Ersthelfern, denn nur so war dieses glückliche Ereignis überhaupt möglich. Durch diese Hausgeburt wird in den Ausweisen der kleinen Emilie künftig als Geburtsort Pleußen stehen. Heute eine absolute Seltenheit. Beim Fototermin am Mittwoch ließ sich Emilie von der allgemeinen Hektik nichts anmerken, sie schlief ruhig und friedlich.
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