Emma bringt Leben in die Bank

Wo Raiffeisenbank draufsteht, sollen bald weitere Geschäfte mit drin sein. Denn die Bank möchte neue Dienstleister unter ihr Dach nach Freudenberg holen. Bürgermeister Alwin Märkl (links) ließ sich darüber von den Vertretern der Bank informieren (von links): Zweigstellenleiter Herbert Riß, Vorstandssprecher Norbert Waldhauser, Vorstand Michael Hirmer und Aufsichtsratsvorsitzender Karl Schurz. Bild: usc

Die Raiffeisenbank will neues Leben in die Gemeinde Freudenberg bringen. Bei entsprechender Nachfrage stellt sie ihre freien Platzkapazitäten in der Filiale interessierten Nutzern zur Verfügung. Der Vorstand kündigte dazu eine externe Untersuchung an. Ihr Name: Große Emma.

Vorstandssprecher Norbert Waldhauser, Vorstand Michael Hirmer und Aufsichtsratsvorsitzender Karl Schnurz erläuterten Bürgermeister Alwin Märkl das Vorhaben. Er sicherte seine volle Unterstützung zu.

"Zukunft versorgen" lautet der Leitgedanke des Projekts Große Emma, das an den aufgelassenen Tante-Emma-Laden erinnert. Die Große Emma organisiert nach Darstellung der Bank mit vielen Partnern ein Versorgungsnetz in der Fläche und schafft so ein neues, ein ökonomisch sinnvolles und attraktives Versorgungsangebot im Geschäftsbereich der Raiffeisenbanken. Für das Projekt wurden nach einer Voruntersuchung drei Standorte im Landkreis ausgesucht; darunter gilt Freudenberg als der interessanteste.

Alles im Dorf halten

"In vielen Dörfern sind die Läden, die Gaststätten und die Treffpunkte verschwunden. Eine Versorgung im ländlichen Raum ist schwierig, und die Läden sind häufig unattraktiv", stellt das mit der Voruntersuchung beauftragte Institut fest. "Unser Ziel ist es, Dienstleistungen, Waren und Informationen, die im Alltag nachgefragt werden, im Dorf zu halten und mit Partnern ein tragfähiges, modernes Versorgungsangebot im ländlichen Raum aufzubauen."Wie die Vertreter der Raiffeisenbank Hirschau, die 2002 mit der RB Freudenberg fusionierte, bei einem Treffen mit Bürgermeister Alwin Märkl weiter erläuterten, spielt bei dem Vorhaben auch eine bessere Auslastung der Filiale eine Rolle. Ganz konkret würde die Bank bisher ungenutzte Räume Dienstleistern jeder Art zur Verfügung stellen, die in Freudenberg eine Versorgungslücke schließen wollen. Eine stunden- oder tageweise Nutzung wäre möglich. Vom Angebot der Bank macht bereits eine Fahrschule Gebrauch.

Zu einem ersten Treffen mit dem Projektleiter von Große Emma wird es am Montag, 9. November, in Freudenberg kommen. Hier soll schon eine Bestandsaufnahme erfolgen, welche Dienstleister von den Freudenbergern nachgefragt sind. "Wir wünschen uns eine Entscheidung mit Bürgerbeteiligung", betonte Waldhauser. Die Bank selbst geht mit gutem Beispiel voran und bietet Beratungen von 8 bis 20 Uhr an.
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