EMZ übergibt hochspezialisiertes Messsystem für 16 000 Euro an die OTH Amberg-Weiden - ...
Angenehmer Schall dank modernster Technik

Akustikdesign ist nicht nur in der Autoindustrie ein wichtiger, manchmal kaufentscheidender Faktor, auch das Geräusch einer schließenden Kühlschrank- oder Waschmaschinentür muss den Eindruck von Hochwertigkeit und Zuverlässigkeit hinterlassen.

Unter anderem aus diesem Grund haben sich die Entwickler von EMZ-Hanauer in Nabburg schon 2009 an die Akustikexperten von der Fakultät Maschinenbau-Umwelttechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) gewandt und in das dortige Akustiklabor investiert. Die OTH verfügt in Amberg über einen Hall armen Schallmessraum, dessen Ausstattung mit Unterstützung von EMZ jetzt noch einmal verbessert wurde.

"Unscheinbar, aber ein Juwel." Mit diesen Worten hat Professor Dr. Matthias Mändl laut einer Mitteilung des Unternehmens das erneuerte Schallmesssystem von Ulrich Deml, Entwicklungsleiter bei EMZ, entgegen genommen. Damit ist die Messtechnik im Labor für Akustik und Schallanalyse an der OTH auf dem aktuellsten Stand der Technik. Im Vergleich zu dem damaligen Messsystem bietet das neue System die doppelte Kapazität. Bis zu 16 Kanäle können gleichzeitig gemessen und analysiert werden. Außerdem erlauben die neuen Messverstärker die Speisung von allen denkbaren Mikrofonarten mit bis zu 200 Volt. Rund 16 000 Euro kostet nur die Hard- und Software des erweiterten Messsystems.

Mit der Schallmesstechnik des Hochschullabors erhalten Studenten eine Ausbildung an derzeit modernsten Schallmessgeräten. Das Unternehmen unterstützt gleichzeitig die Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf dem Gebiet der Schallanalyse und des Akustikdesigns. Messungen an Windkrafträdern beispielsweise, die für deren Weiterentwicklung genutzt werden, ist ein Teil der Forschung der OTH.

Das Engagement bringt aber auch Vorteile für das Nabburger Unternehmen. Es nutzt das OTH-Labor für die geräuschtechnische Optimierung seiner Produkte wie den Eis-Wasserspender in Kühlschränken. Hier geht es einerseits darum die Dezibel unter den vorgeschriebenen Grenzwerten zu halten und die Frequenzbereiche so zu gestalten, dass sie als angenehm wahrgenommen werden.
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